Huser ist neuer Präsident

An der Vereinsversammlung des Johanneums wurde Hansjörg Huser als Nachfolger von Pater Erich Schädler gewählt. Der Schulratspräsident aus Nesslau hat grossen Respekt vor dem Amt.

Rik Bovens
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«Ich finde es toll, dass es im Toggenburg eine solche Einrichtung gibt», sagt Präsident Hansjörg Huser. (Bild: Rik Bovens)

«Ich finde es toll, dass es im Toggenburg eine solche Einrichtung gibt», sagt Präsident Hansjörg Huser. (Bild: Rik Bovens)

NEU ST. JOHANN. Rund 40 Vereinsmitglieder fanden sich vergangenen Donnerstagabend in der Hauskapelle des Johanneums zur Vereinsversammlung der Institution ein. Die Wahl des Präsidenten und die Veränderungen, die auf das Johanneum zukommen, standen im Zentrum der Versammlung.

Rücktritt nach elf Jahren

Nach einer musikalischen Begrüssung durch Bewohner des Johanneums blickte Vizepräsident Urs Cavelti in Vertretung des scheidenden Präsidenten Pater Erich Schädler auf das vergangene Jahr zurück. Dieser liess sich aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen für die Versammlung entschuldigen. Er ist nach elf Jahren aus dem Vorstand zurückgetreten. Bereits bei seiner Wahl zum Vorstandspräsidenten vor zwei Jahren hatte er seinen Rücktritt auf die diesjährige Versammlung angekündigt. Sein Amt hat Erich Schädler bereits auf Anfang Jahr niedergelegt, weshalb Urs Cavelti seit Januar als Interimspräsident waltet.

Respekt vor dem Amt

Als Nachfolger für Pater Erich Schädler schlug der Vorstand Hansjörg Huser, Schulratspräsident der Oberstufe Nesslau und Vorstandsmitglied, vor. Dieser wurde, wie auch der Rest des Vorstandes, gewählt. Hansjörg Huser, der selbst während 18 Jahren für die Institution arbeitete, bekundete nach seiner Wahl grossen Respekt vor dem Präsidentenamt. «Es kommt viel auf das Johanneum zu, und ich setze alles daran, dass die Institution auch zukünftig erfolgreich bestehen kann», sagte er in seiner Dankesrede.

Strategie wird überprüft

In seinem Jahresbericht ging Urs Cavelti ein auf die getrübte Stimmung, die sich in der Institution in den vergangenen Monaten bemerkbar gemacht habe. Diese sei durch Ungewissheiten bei den Angestellten hervorgerufen worden. Er betonte dabei, dass sich das Johanneum in einem Wandel befinde und dass dieser gewisse Veränderungen bedingt. So sei die Institution beispielsweise im vergangenen Jahr in eine Stiftung umgewandelt worden, um die Mittel des Johanneums bestmöglich zu erhalten. Er informierte die Anwesenden, dass der Vorstand zurzeit damit beschäftigt ist, die Strategie der Institution zu überprüfen und zu aktualisieren. Damit soll die Ausrichtung der Angebote auf die Zukunft gewährleistet werden, wie Urs Cavelti festhielt.

Finanziell auf sicheren Beinen

Auch Franz Grandits, Pädagogischer Leiter des Johanneums, griff in seiner Rede die Thematik der Veränderung auf und berichtete über die Anpassung der Wohngruppen und der Tagesstrukturen sowie der Verbesserung der internen Kommunikation, um die gesetzlichen Vertreter besser informieren zu können. Das vergangene Jahr bezeichnete er rückblickend als prägend für das Johanneum und rief dazu auf, das Vertrauen innerhalb der Einrichtung zu fördern.

Verwaltungsleiter Rolf Rechberger präsentierte die Jahresrechnung. Dabei betonte er, dass das Johanneum finanziell auf sicheren Beinen stehe. So sei es nicht nötig gewesen, für den Umbau des Internatsgebäudes Auhof auf Fremdkapital zurückzugreifen. Dennoch musste 2014 ein Defizit von 400 000 Franken verbucht werden.