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HUNDWIL: Verzögerung bei Netzmontage

Das Bauprojekt zur Suizidprävention bei der Hundwilertobelbrücke dauert länger als angenommen. Wie beim Kantonsingenieur zu erfahren ist, steckt ein handfestes Problem hinter dem Verzug.
Roger Fuchs
Das Sicherheitsnetz auf der ersten Seite der Hundwilertobelbrücke wird dieser Tage fertig montiert. (Bild: Karin Erni)

Das Sicherheitsnetz auf der ersten Seite der Hundwilertobelbrücke wird dieser Tage fertig montiert. (Bild: Karin Erni)

Roger Fuchs

roger.fuchs

@appenzellerzeitung.ch

Rund 8500 Fahrzeuge passieren gemäss der letztjährigen Verkehrsstatistik durchschnittlich in einem Tag die Strecke von He­risau nach Hundwil. Seit einigen Wochen werden diese bei der Baustelle auf der Hundwilertobelbrücke ausgebremst. Wie gut sichtbar ist, werden Fangnetze zur Suizidprävention angebracht. Inzwischen ist die Baustelle allerdings schon so lange präsent, dass Stimmen von genervten Menschen laut werden. Dabei ist sogar die Rede von der «lahmsten Baustelle der Region». Zeitweilen sei überhaupt kein Bauarbeiter auf der Brücke anzu­treffen.

Wie von Kantonsingenieur Urban Keller vom Ausserrhoder Tiefbauamt zu erfahren ist, dauern die Arbeiten in der Tat länger als ursprünglich angenommen. Doch es gibt einen Grund dafür. «Wir hatten ein Problem bei der Materialqualität der Netzträger», sagt Keller. Konkret spricht er davon, dass bei den Schweissnähten nicht alles so war, wie es sein sollte und Nachbesserungen nötig waren. Gleichzeitig führt Urban Keller auch aus, dass es bei den Arbeiten an der Brücke nicht nur um die Suizidprävention gehe, wie viele Leute meinen würden. Auch am Beton würden Unterhaltsarbeiten vorgenommen. Diese Tätigkeiten seien während der Wartezeit auf die nachgebesserten Träger ausgeführt worden. Durchaus sei es so gewesen, dass in dieser Zeit bei den Netzen keine Bauarbeiter zu sehen gewesen waren.

Trotz dieser Materialprobleme werden sich die Projektkosten zu Lasten der Strassenrechnung nicht verteuern und der Rahmen von 800000 Franken kann eingehalten werden. Gemäss neuem Zeitplan werden die Arbeiten bei der Brücke anfangs August abgeschlossen sein. Aktuell war gestern eine Seite mit den Fangnetzen fast fertig ausgerüstet.

Alles offen betreffend Rad- und Gehweg

Nach Abschluss der Bauarbeiten bei der Brücke werden bei der Strasse hinauf nach Hundwil noch Unebenheiten beim Asphalt ausgebessert. Ein weiteres Projekt, das im Strassenbauprogramm 2015 bis 2018 zu finden ist, wäre der Ausbau mit sepa­ratem Rad- und Gehweg ab der Brücke bis zum Friedhof. Der Kanton hat dazu ein Projekt ausgearbeitet. Dieses wird gemäss Urban Keller jedoch nicht der Kanton weiterführen, sondern es geht wegen der Zustimmung zum Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds an den Bund über. Die Strecke He­risau–Appenzell wird zur Nationalstrasse. «Alles weitere wird man also zusammen mit dem Bund weiterverfolgen und rea­lisieren müssen», sagt Urban Keller.

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