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HUNDWIL: Finanz-Gewissen der Spitex tritt ab

Marceline Pfister gehört neu dem Vorstand des Vereins Spitex Appenzellerland an. Sie ersetzt den bisherigen Finanzverantwortlichen Walter Strässle. Ein Thema an der Versammlung ist ein Pilotprojekt.
Jesko Calderara
Marceline Pfister (links) ist die Nachfolgerin von Walter Strässle im Spitex-Vorstand. Monika Baumberger bleibt Präsidentin des Vereins. (Bild: CAL)

Marceline Pfister (links) ist die Nachfolgerin von Walter Strässle im Spitex-Vorstand. Monika Baumberger bleibt Präsidentin des Vereins. (Bild: CAL)

Jesko Calderara

jesko.calderara@appenzellerzeitung.ch

18 Jahre lang war Walter Strässle bei der Spitex Appenzellerland und vor der Fusion beim Herisauer Ableger der Garant für ein solides Finanzgebaren. Auf die diesjährige Mitgliederversammlung hin reichte er den Rückritt ein. «Sein Abgang ist für uns ein grosser Verlust», sagte Monika Baumberger, Präsidentin der Spitex Appenzellerland, am Mittwochabend im Restaurant Bären in Hundwil. Mit seinem immensen Einsatz sei er speziell während der Fusion 2013 eine wichtige Person gewesen.

Eng mit Strässle zusammengearbeitet hat Annamaria Sprecher, die Leiterin der Finanzen. Auch sie hat vor 18 Jahren ihre Stelle angetreten. Sprecher würdigte die Leistung des Abtretenden. Strässle habe ihr von Anfang an viel Vertrauen entgegenbebracht. Sie habe insbesondere dessen ruhige und besonnene Art geschätzt. Die 60 Anwesenden ernannten Strässle schliesslich zum Ehrenmitglied.

Eine Buchhalterin übernimmt das Kassieramt

Als Ersatz wurde Marceline Pfister aus Speicherschwendi in den Vorstand der Spitex Appenzellerland gewählt. Die Fachfrau Finanzen und eidgenössisch diplomierte Buchhalterin war bis zu ihrer Pensionierung in leitender Position bei der Ausserrhoder Steuerverwaltung tätig. Später liess sie sich zur Pflegehelferin ausbilden. Zurzeit arbeitet Pfister als Aushilfe im Bereich Pflege.

Strässle präsentierte zu seinem Abschied erneut erfreuliche Zahlen. So schliesst die Jahresrechnung 2017 bei Erträgen von fast 5,5 Millionen Franken mit einem Gewinn ab. Vor Verbuchung in den Schwankungsfonds beträgt dieser rund 214000 Franken. Die Einnahmen aus Spenden und Mitgliederbeiträgen belaufen sich auf 200 000 Franken. Grösster Brocken auf der Ausgabenseite ist mit 4,6 Millionen Franken der Personalaufwand. Für das laufende Jahr rechnen die Verantwortlichen mit einem weiteren Anstieg der Nachfrage nach Spitex-Dienstleistungen.

In ihrem Jahresbericht erwähnte Susanne Schäfer, Geschäftsleiterin der Spitex Appenzellerland, unter anderem das Pilotprojekt Spätdienst, welches in der Filiale Herisau umgesetzt wurde. Der Bedarf für Spitex-Einsätze bis 22.30 Uhr sei da, sagte sie. Solche sind in Zukunft auch in Speicher und Waldstatt geplant.

Schäfer ging zudem auf die letztjährige Leistungsnachfrage ein. 2017 konnte die Spitex Appenzellerland rund 48000 Einsatzstunden verrechnen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Zunahme um 1500 Stunden. Die einzelnen Bereiche entwickelten sich jedoch unterschiedlich. So gab es bei der Pflege ein Wachstum von rund neun Prozent, während die Nachfrage in der Hauswirtschaft erneut rückläufig war. Als Herausforderung für die Mitarbeitenden bezeichnete Schäfer die Bewältigung der grossen Schwankungen bei der Nachfrage.

Kritik soll zur Steigerung der Qualität beitragen

Ein weiteres Thema in den Ausführungen der Geschäftsleiterin war der Umgang mit Lob und Kritik. Seit einem Jahr können die Kunden auf Papier oder über die Website ein entsprechendes Formular ausfüllen. Solche Reaktionen sollen in Zukunft systematisch bearbeitet werden, um die Kundenzufriedenheit weiter zu verbessern. Bisher seien erstaunlich viele Rückmeldungen eingegangen, sagte Schäfer. Das Personal werde für die Thematik sensibilisiert.

Gemäss einer ersten Auswertung stossen in erster Linie die Fachkompetenz sowie Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Spitex-Mitarbeitenden auf positiv Resonanz. Bei den Kritikpunkten am meisten genannt werden die Planung der Einsätze, die Pünktlichkeit und die fehlende Kontinuität.

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