Hundwil: Aufwertung ja, aber...

Die geplante Aufwertung des Hundwiler Dorfkerns stiess auf reges Interesse. Weit über 120 Personen besuchten die vom Gemeinderat organisierte Informationsveranstaltung. Weiteres Thema war der defizitäre Voranschlag 2012.

Martina Brassel
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HUNDWIL. Die Neugestaltung des Hundwiler Dorfzentrums ist in der Hinterländer Gemeinde seit Jahrzehnten ein Dauerthema. Im Jahr 2007 gab der Gemeinderat eine Studie zum Thema «Aufwertung der Freiräume im Dorfkern» in Auftrag. Im Mai 2009 wurde den Bürgern eine erste Ideensammlung präsentiert und Anregungen und Einwände der Einwohner wurden entgegengenommen.

Am Dienstagabend, über zwei Jahre und zahlreiche Gespräche später, stellte Hanspeter Rohrer, Projektleiter Tiefbauamt AR, den zahlreich erschienenen Hundwilerinnen und Hundwilern im Saal des Restaurants Rössli das definitiv ausgearbeitete Konzept vor – so wie es in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll. «Unser Ziel ist es, die Strasse gesamthaft zu erneuern, den Dorfkern aufzuwerten und die Sicherheit zu verbessern», fasste der Projektleiter zusammen.

Zweiteiliges Projekt

Das Projekt des Kantons besteht aus zwei Teilen; im ersten geht es um die Sanierung der Urnäscherstrasse und die damit verbundenen baulichen Veränderungen, im zweiten um diverse Massnahmen entlang der Hauptstrasse. Insgesamt bleibt die Linienführung der Strasse laut Rohrer im grossen und ganzen gleich, wie die Grafik (siehe oben) zeigt. Im Bereich der Urnäscherstrasse wird der bestehende Engpass durch den Bau eines Randsteins und die Errichtung von Pollern an den Hausecken eher schmaler. Entlang dem Landsgemeindeplatz ist geplant, ein Trottoir zu errichten und sämtliche Parkplätze aufzuheben. «Finden Kirchenanlässe statt, könnte das Trottoir zum Parkieren freigegeben werden», so Rohrer. Ebenfalls wegfallen werden beim geplanten Projekt die Parkplätze entlang der Strasse «Dorf». Laut Gemeinde ist aber geplant, bei der Post alternative Parkplätze zu realisieren. Möglich wäre zudem, rechts von der Kirche zusätzliche Parkmöglichkeiten anzubieten.

Im Bereich der Hauptstrasse, dem zweiten Teil des Projekts, ist vorgesehen, die Kreuzung bei der Einmündung Urnäscherstrasse in die Hauptstrasse zu verbreitern und zu verschieben. Damit, so der Projektleiter, würde auch das Sichtproblem beim Einlenker Urnäscherstrasse gelöst. Zudem will der Kanton vom Friedhof bis zur Kirche sowie ab Höhe Gemeindehaus auf der anderen Strassenseite ein Trottoir erstellen sowie die Strasse abtragen, damit die Häuser besser zur Geltung kommen. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Franken. Da die Hauptstrasse jedoch neu als Nationalstrasse gelten sollte, würde der Bund die Kosten in Höhe von 3,3 Millionen Franken tragen. Der Entscheid des Parlaments in Bern ist diesbezüglich aber noch hängig.

Ziel der Verantwortlichen ist es, mit der Sanierung der Urnäscherstrasse bereits im nächsten Jahr zu beginnen. Mit der Sanierung der Hauptstrasse soll noch abgewartet werden – auch wegen des ausstehenden Entscheids aus Bern und der in Hundwil stattfindenden Festspiele im Jahr 2013.

Zahlreiche Einwände

Das vorgestellte Projekt gab am Dienstagabend viel zu reden, diverse Einwände wurden geäussert. So wollte jemand beispielsweise wissen, ob es nicht sinnvoll gewesen wäre, beim Einlenker Urnäscherstrasse einen Kreisel zu bauen oder ob gar eine Temporeduktion Sinn machen würde. Auf wenig Begeisterung stiessen zudem die geplante Aufhebung der Parkplätze am Landsgemeindeplatz sowie die zusätzliche Verengung an der Urnäscherstrasse.

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