Hund qualvoll verendet: Urteil liegt vor

Ein 38-jähriger Handwerker aus Heiden wird wegen Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz für schuldig befunden. Er liess seinen 17-jährigen Hund ohne ausreichend Pflege und medizinische Betreuung sterben.

Astrid Zysset
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Der Hund wurde abgemagert und mit Maden im Fell zum Tierarzt gebracht. Der Tierbesitzer musste sich dafür vor Gericht verantworten.

Der Hund wurde abgemagert und mit Maden im Fell zum Tierarzt gebracht. Der Tierbesitzer musste sich dafür vor Gericht verantworten.

Bild: APZ

Das Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden befand einen 38-jährigen Handwerker aus Heiden wegen der Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz für schuldig. Das Urteil fällte der zuständige Einzelrichter vergangenen Donnerstag und wurde am Montag veröffentlicht.

Dem Beschuldigten wird eine Busse von 300 Franken auferlegt. Zudem muss er die Verfahrenskosten von fast 2000 Franken bezahlen. Noch kann er das Urteil anfechten; innert zehn Tagen müsste er Berufung einlegen.

Der Fall geht auf den 20. Juli 2019 zurück. Damals wurde ein 17-jähriger, abgemagerter und von Urin stinkender Hund in eine Tierarztpraxis nach Heiden gebracht. Im Fell des Tieres befanden sind Maden. Der Tierarzt sprach vor Schranken davon, dass sich der Hund in Agonie befunden hätte und er ihn umgehend einschläfern musste. Gegen den Besitzer wurde Anzeige wegen Tierquälerei erstattet.

Dieser gab vor dem Einzelrichter an, dass das Tier inkontinent gewesen sei. Das sei eine Alterserscheinung gewesen, dagegen hätte man nichts machen können. Eine Abklärung beim Tierarzt wurde jedoch vom Richter als zwingend gewertet.