Humor in bewährter Manier

Vom 29. bis 31. März gehen ein weiteres Mal die Appenzeller Kabarett-Tage in Szene. Bei den Organisatoren ist man zuversichtlich, dass auch die 13. Auflage dieses mittlerweile fest etablierten Anlasses zum Erfolg wird.

Martin Hüsler
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APPENZELL. In Theaterkreisen existiert die Redensart von den Brettern, die die Welt bedeuten. Bretter – Welt: Das führt auch zur Agentur «bretterwelt» des Simon Enzler und des Marcel Walker. Als Kulturunternehmen belebt und befruchtet die «bretterwelt» nun schon seit vielen Jahren die Kleinkunstszene, reisst Projekte an, baut Künstlern eine Rampe hin zu öffentlicher Wahrnehmung. «bretterwelt» steht auch hinter den Appenzeller Kabarett-Tagen, die dieses Jahr einmal mehr in unterdessen erprobter Form den Appenzeller Veranstaltungskalender bereichern.

«Das ist Leidenschaft»

Die drei Kabarett-Tage vom 29., 30. und 31. März sind so weit aufgegleist, dass Marcel Walker aus voller Überzeugung «alles im Griff» vermelden kann. «Von den Verkehrskadetten bis zu den guten Geistern hinter der Bühne sind alle parat, dem Anlass zu gutem Gelingen zu verhelfen. Bewältigt wird die Arbeit von einem eingespielten Team, das mit Herz bei der Sache ist. Auch für mich, der ich zusammen mit Simon Enzler die Kabarett-Tage organisiere, ist das ganz Drum und Dran nicht einfach ein zu erledigender Job, sondern Leidenschaft», sagt Marcel Walker. Im Gespräch mit ihm spürt man, dass das keine leeren Worte sind.

Bereits an der Folgeplanung

Wenn nun die Vorbereitungen für die 13. Auflage mehr oder weniger abgeschlossen sind, so bedeutet das nicht, dass die Kabarett-Tage einstweilen auf Eis gelegt wären. «Wir sind schon am Planen für nächstes und sogar für übernächstes Jahr. Basis dafür bildet auch eine Wunschliste mit jenen Künstlerinnen und Künstlern, die wir gerne einmal dabei hätten. Bei den Terminkalendern, die teilweise deren Agenden bestimmen, muss man frühzeitig Ausschau halten», hält Marcel Walker fest. Der gute Ruf, den sich die Appenzeller Kabarett-Tage inzwischen geschaffen haben, erleichtert die Suche.

Und über ein engmaschig geknüpftes Netzwerk können sich die beiden Organisatoren immer erfolgversprechender an mögliche Anwärterinnen und Anwärter für einen Auftritt in Appenzell heranhangeln. So ganz spontan kommt Marcel Walker der Name Helge Schneider in den Sinn, wenn man ihn nach dem Wunschkandidaten fragt.

Fünfköpfige Jury

Der Bayer Willy Astor am 29. März und der Italo-Berner Massimo Rocchi am 30. März sind die beiden «unjuriert» auftretenden Kabarettisten. Sie anzupreisen, hiesse Wasser in die Sitter tragen. Am 31. März wird dann der Kleinkunstpreis «De goldig Biberflade» vergeben. Darauf hoffen dürfen Markus Linder, Clara Buntin sowie das aus Eva Stephan und Oliver Hepp bestehende Duo «Schlafende Hunde». Über die «Biberflade»-Vergabe entscheidet eine fünfköpfige Jury. Sie setzt sich zusammen aus Monica Dörig, Redaktorin beim Appenzeller Volksfreund, Christa Hirschi, Künstlerische Leiterin der Oltner Kabarett-Tage, Christoph Haering, Leiter Migros Kulturprozent, Florenz Schaffner, Co-Leiter Miller's Studio Zürich, und Domenico Blass, Texter in Sachen Humor bei SF DRS.

Die drei Nominierten treten je zwanzig Minuten auf. Danach entscheidet die Jury in einem offenen Diskurs, wobei jedem Jurymitglied je fünf Stimmen, die beliebig verteilt werden können, zur Verfügung stehen. «Die Idee hinter dem <goldige Biberflade> ist nicht die Ausschüttung von viel Preisgeld. Der materielle Wert hat eher symbolischen Charakter. Vielmehr geht es darum, die Auftretenden buchstäblich ins Rampenlicht zu rücken», umreisst Marcel Walker die Absicht rund um den Kleinkunstpreis.