Hüüler-Nacht beginnt in der Kirche

Mit der heutigen Hüüler-Nacht in Wolfhalden kommt die Fasnacht im Appenzellerland in Schwung. Marco Streuli, Präsident der organisierenden Guggenmusik Wolfshüüler, verrät die Programmpunkte.

Mea Mc Ghee
Drucken
Teilen
Marco Streuli Präsident und Vize-Obergugger Guggenmusik Wolfshüüler (Bild: pd)

Marco Streuli Präsident und Vize-Obergugger Guggenmusik Wolfshüüler (Bild: pd)

Die Wolfhäldler Guggenmusik organisiert zum zwölftenmal die Hüüler-Nacht. Wie kommt es dazu?

Marco Streuli: Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Guggenmusik Wolfshüüler führten wir 2004 ein Jubiläumsfest durch. Der Erfolg motivierte uns, den Anlass unter dem Namen «Hüüler-Nacht» regelmässig durchzuführen. So ist es diesmal eigentlich schon die 13. Hüüler-Nacht.

Welche Programmpunkte bietet der Anlass?

Streuli: Um 18 Uhr gibt es in der Kirche Wolfhalden die «Hüüler in Concert» zu hören. Das Konzert zieht jeweils auch Nicht-Fasnächtler an. Die Gastguggen starten um 19 Uhr mit dem Sternmarsch zum Kirchplatz. Dort geben sie unter der Leitung unseres Oberguggers Reto Streuli ein Monsterkonzert. Um 20 Uhr beginnt die eigentliche Hüüler-Nacht im «Krone»-Saal.

Welche Gastguggen sind dabei?

Streuli: Nebst zwei Guggen aus dem Nachbarort Thal treten sechs weitere Guggenmusiken auf, darunter eine aus Österreich, die Sauknapp Herisau, die Gääser Moohüüler und die Mehrzweckblaari Waldstatt.

Die eigentliche Hüüler-Nacht steigt im «Krone»-Saal. Was läuft dort ab?

Streuli: Alle Gastguggenmusiken spielen jeweils rund 20 Minuten. Der letzte Auftritt dürfte etwa um 1 Uhr nachts beginnen, je nachdem wie lange die Guggen überziehen. In den Pausen zwischen den drei Blöcken legt ein DJ auf. Die Gugger werden im Restaurant verpflegt, und für die Gäste gibt es im Saal Schnitzelbrot und Pommes. Die Mitglieder der Wolfshüüler sind als Helfer im Einsatz, etwa an der überdachten Raucherbar oder an den Bars im Saal.

Wie viele Mitglieder zählen die Wolfshüüler, und was zeichnet die Gugge aus?

Streuli: Wir sind 41 Gugger zwischen 16 und 58 Jahren, darunter vier Gründungsmitglieder. Wir haben eine gute Mischung mit fünf Neulingen, vielen Familienfrauen und Routiniers. Mein Bruder Reto ist seit 13 Jahren Obergugger. Diese Konstanz trägt zur musikalischen Qualität bei.

Ein Wort zum Repertoire der Wolfshüüler?

Streuli: Wir spielen hauptsächlich Klassiker. Die wenigsten haben eine Ausbildung auf ihrem Instrument. Deshalb dauert es stets einige Zeit, bis ein Stück sitzt. Wir proben nach den Sommerferien bis zur Fasnacht jeweils einmal pro Woche. Neu eingeübt haben wir «Firework» von Katy Perry, «Rock 'n' Roll is King» und «Schmutzig Liebe machen».

Ist die Hüüler-Nacht für die Wolfshüüler bereits der Höhepunkt der Fasnacht?

Streuli: Ja und nein. Es ist ein erster Höhepunkt, aber auch fulminanter und arbeitsintensiver Auftakt. Wenn wir am Sonntagmorgen alles aufgeräumt haben, können wir den Rest der Fasnacht geniessen, unter dem Motto: «S'Fäscht isch döt wo d'Hüüler sind.»

Aktuelle Nachrichten