Hotelbau ist «sehr gut» auf Kurs

Dank des milden Winters konnten die Arbeiten am Rohbau des neuen Hotels auf der Schwägalp pünktlich im März aufgenommen werden. Derzeit wird die Schalterhalle der Säntisbahn-Talstation abgebrochen. Der Beton wird nicht entsorgt, sondern aufbereitet und wiederverwendet.

Ueli Abt
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SCHWÄGALP. Bis zum ersten Schnee müssen das Dach auf- und die Fenster eingesetzt sein – dies der Fahrplan für den Bau des neuen Hotels auf der Schwägalp. Dann nämlich kann in den Wintermonaten der Innenausbau problemlos weiterlaufen. Laut dem technischen Leiter der Säntis Schwebebahn AG, Michael Wehrli, ist dieses Ziel durchaus realistisch. «Wir sind im Moment zeitlich sogar sehr gut dran.» Dank des milden Winters habe man pünktlich im März die Bauarbeiten am Rohbau wieder aufnehmen können. Das sei nicht selbstverständlich: «Ein Jahr zuvor lag im März auf der Schwägalp viel Schnee.»

Beton wird wiederverwendet

In diesen Tagen läuft der Abbruch der Schalterhalle der Säntisbahn-Talstation – diese muss weichen, weil das Hotel bis an die Talstation herangezogen wird. Diese Arbeiten seien etwas lärmig, was aber fürs permanent anwesende Personal mehr ins Gewicht falle als für die Fahrgäste. Die Schwebebahn sei zurzeit dem schlechten Wetter entsprechend ohnehin nicht so stark frequentiert. Der abgebrochene Beton wird laut Wehrli nicht etwa entsorgt, sondern auf den Parkplätzen hinter dem bestehenden Berghotel wieder aufbereitet. Dort steht im Moment viel Kies bereit, aus welchem laufend der benötigte Beton gemischt wird. Die Parkfelder für die Reisebusse stehen denn auch derzeit grösstenteils nicht zur Verfügung. Diese Fläche ist durch Baumaschinen und -fahrzeuge belegt, welche die Erdbohrungen für die Wärmegewinnung erstellen. Laut Wehrli ist geplant, dass bis Mitte Juni möglichst viele Parkplätze wieder zur Verfügung stehen. Gar nicht eingeschränkt ist der Betrieb des derzeitigen Hotels auf der Schwägalp inklusive Bergwirtschaft: Der Betrieb geht bis zur Eröffnung des neuen Hotels Ende 2015 weiter. Das neue Bergrestaurant wird 250 Personen Platz bieten.

Lärchenholz und Uginox

Fürs Projekt sind gut 42 Millionen Franken veranschlagt, von der Bausumme sind zurzeit rund 60 Prozent an Unternehmen vergeben. Bisher seien sämtliche Aufträge in der Ostschweiz vergeben worden, jüngst erhielt eine Arbeitsgemeinschaft mit Unternehmungen aus Urnäsch für Holzbauarbeiten den Zuschlag. Inzwischen ist auch klar, dass die Holzverkleidung der oberen drei Stockwerke aus Lärchenholz gebaut wird. Das Dach wird mit Uginox, verzinktem Stahlblech, gedeckt. An der Fassade des Erd- und ersten Geschosses soll die äusserste Zementschicht entfernt werden, damit die verwendeten Schwägalp-Steine sichtbar werden.

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