Hotel Heiden stellt den Betrieb bis auf Weiteres ein – es könnte Patienten oder Soldaten aufnehmen

Das Hotel Heiden mitsamt dem zugehörigen Kursaal beherbergt keine Gäste mehr. Mit dem qualifizierten Personal aus der Hotellerie könnten Institutionen unterstützt werden.

Mea McGhee
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Im Hotel Heiden werden vorläufig die Lichter gelöscht.

Im Hotel Heiden werden vorläufig die Lichter gelöscht.

Bild: Ralph Ribi

Mit dem Hotel Heiden stellt nach dem «Hof Weissbad» ein weiterer grosser Betrieb der Appenzeller Tourismusbranche aufgrund der geltenden Verordnungen zur Eindämmung des Coronavirus per sofort den Betrieb ein. Am Freitag ist der letzte Gast abgereist. Das Unternehmen hat für 80 Prozent der Belegschaft beim Kanton Kurzarbeit beantragt. Vom Betriebsunterbruch betroffen sind die Hotellerie, das Restaurant Bö's, der Kursaal Heiden und der Bereich «Well und See Spa».

Hotelzimmer für Patienten und das Militär

Die Schliessung daure sicher solange in der Schweiz die ausserordentliche Lage gilt, so Geschäftsführer Erich Dasen. Die Geschäftsleitung hat entschieden, Institutionen bei Bedarf mit qualifizierten Mitarbeitern aus den Bereichen Küche, Service und Reinigung zu unterstützen. Konkret habe man Gespräche mit den Verantwortlichen des Spital Heiden geführt. «Sollten Betten für Patienten, Mitarbeitende oder das Militär benötigt werden, würden wir Hotelzimmer zur Verfügung stellen», sagt Dasen.

Renovationen und IT-Projekt

20 Prozent der Mitarbeitenden arbeiten weiter im Haus. Dasen erklärt: «Wir werden kleinere Reparaturen ausführen und ein IT-Projekt vorantreiben». Das seien Investitionen in die Zukunft. Das Büro des Hotel Heiden bleibt von Montag bis Freitag von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Die Mitarbeitenden würden Reservationen entgegennehmen. Das Hotel könne den Betrieb innert eines Tages wieder aufnehmen, sollten genügen Gäste angemeldet sein, so Erich Dasen.