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Hotel Heiden setzt auf Regierungserfahrung: Köbi Frei soll auf Hanswalter Schmid folgen

Hanswalter Schmid tritt kommendes Jahr als Verwaltungsratspräsident der Hotel Heiden AG zurück. Der vorgesehene Nachfolger verfügt ebenfalls über langjährige Regierungserfahrung.
David Scarano
Das Hotel Heiden hat 2018 das beste Ergebnis der vergangenen vier Jahre erwirtschaftet. (Bild: David Scarano (Heiden, 15. Juni 2019))

Das Hotel Heiden hat 2018 das beste Ergebnis der vergangenen vier Jahre erwirtschaftet. (Bild: David Scarano (Heiden, 15. Juni 2019))

Dass Köbi Frei nach seinem Ausscheiden aus der Ausserrhoder Regierung offen ist für ein Mandat im Verwaltungsrat der Hotel Heiden AG, ist bekannt. Der Vorderländer kündigte dies vor gut zwei Wochen an (siehe Artikel «Der Vorkämpfer für tiefe Steuern geht» in der Ausgabe vom 31. Mai). An der Generalversammlung am Freitagabend im Kursaal Heiden wählten ihn die Aktionäre denn auch einstimmig ins Gremium. Er soll aber nicht nur ein einfaches Mitglied sein. Der ehemalige kantonale Finanzdirektor ist als künftiger Chef vorgesehen. Dies gab Noch-Verwaltungsratspräsident Hanswalter Schmid bekannt.

Alt Regierungsrat Köbi Frei (Bild: PD

Alt Regierungsrat Köbi Frei (Bild: PD

Der derzeitige Amtsinhaber wird nach eigenen Angaben auf die kommende Generalversammlung hin zurücktreten. Dann endete ein fast 20-jähriges Engagement für das Hotel Heiden und die Tourismusregion Vorderland. Schmid ist seit 2001 Mitglied des Verwaltungsrates, seit 2002 steht er diesem vor. Die nun aufgegleiste Nachfolgelösung mit Köbi Frei nannte er «einen Glücksfall». Nicht nur verfügt der Heidler über ein grosses Netzwerk im Kanton, Frei kennt auch das Unternehmen schon bestens. Er gehörte dem Verwaltungsrat von 2012 bis 2016 schon einmal an. Der Wechsel von Frei zu Schmid wäre ein Zeichen der Kontinuität: Auf einen alt Regierungsrat folgt ein alt Regierungsrat. Hanswalter Schmid war von 1986 bis 1998 Vorsteher der Ausserrhoder Volkswirtschaftsdirektion.

«Das Vorderland geht in Herisau vergessen»

Alt Regierungsrat Hanswalter Schmid (Bild: PD)

Alt Regierungsrat Hanswalter Schmid (Bild: PD)

In seiner kurzen Ansprache an der Jahresversammlung gab sich Köbi Frei gewohnt kämpferisch. Als Mitglied der Regierung war er für den gesamten Kanton verantwortlich. Nun kann der Heidler die regionalpolitische Zurückhaltung ablegen und sich wieder ganz für «sein Vorderland» einsetzen. Das hält er auch für notwendig, denn die Region gehe im Kantonszentrum Herisau «vergessen und verloren», sagte Frei. Er hob anschliessend das grosse Potenzial des Vorderlands als Tourismusregion hervor. Köbi Frei ist nicht der einzige Neuzugang im Verwaltungsrat des Hotels Heiden. Auf den nach 16 Jahren im Amt zurückgetretenen Paul Preisig ist Silvan Schneider gefolgt. Auch hier setzt das Unternehmen auf Kontinuität – bewusst. Beide sind Bauchfachmänner. Silvan Schneider ist Bereichsleiter Bauprojektmanagement am Kantonsspital St. Gallen. Und im Hotel Heiden stehen gemäss Hanswalter Schmid in den kommenden Jahren umfangreiche Renovations- und Erneuerungsaufgaben an. Details konnte er keine nennen. Ein Expertenbericht liege vor, der müsse aber vom Verwaltungsrat noch «gestrählt» werden.

Der Verwaltungsrat besteht derzeit aus acht Personen, dafür musste die Generalversammlung einer Änderung der Statuten zustimmen. Diese besagen nun, dass im Gremium nicht mehr maximal sieben, sondern mindestens fünf Mitglieder Einsitz nehmen.

Wirtschaftlich war 2018 trotz eines verhaltenen Startes insgesamt ein gutes Jahr für das Hotel Heiden. Es resultierte das beste Resultat der vergangenen vier Jahre. «Wir haben die Kurve gekriegt», sagte Schmid. Die Jahresrechnung vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern fiel um 418000 Franken besser aus als im Vorjahr: Statt eines Rückschlags von 148000 Franken gab es einen Ertragsüberschuss von 270000 Franken.

Fast 20000 Übernachtungen

Auch bei den Übernachtungen legte das Unternehmen zu, von 16062 auf 19481. Der Zuwachs beträgt satte 17,6 Prozent, wobei festzuhalten gilt, dass 2017 ein aussergewöhnliches Jahr für das Hotel war. Wegen Umbauarbeiten war es mehrere Wochen geschlossen.

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