Hoher Besuch im Notzentrum Weier

ALT ST.JOHANN. Regierungsrat Fredy Fässler besuchte kürzlich zusammen mit anderen Führungspersonen das Notfall-Asylzentrum Weier in Alt St. Johann. Grund des Besuchs war der seit September 2014 andauernde Einsatz verschiedener Zivilschutzorganisationen im Asylzentrum.

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Regierungsrat Fredy Fässler, Mitte, und weitere Führungsleute aus Politik und Bevölkerungsschutz wurden durch das Asylzentrum Weier geführt. (Bild: pd)

Regierungsrat Fredy Fässler, Mitte, und weitere Führungsleute aus Politik und Bevölkerungsschutz wurden durch das Asylzentrum Weier geführt. (Bild: pd)

Das Asylzentrum Weier wurde vorübergehend als Entlastung für den Kanton St. Gallen eingerichtet. Verschiedene Zivilschutzorganisationen führen seit September das Zentrum in Alt St. Johann. Aus diesem Anlass besuchte im Dezember Regierungsrat Fredy Fässler das Zentrum Weier, dies zusammen mit Hans-Rudolf Arta, Generalsekretär des Sicherheits- und Justizdepartementes, Jürg Eberle, Leiter des Migrationsamtes des Kantons St. Gallen, Urs Weber, Leiter der Asylabteilung beim kantonalen Migrationsamt, Christian Heeb, Kommandant der Zivilschutzorganisation Toggenburg, Rolf Züllig, Gemeindepräsident Wildhaus-Alt St. Johann, Jörg Kohler, Leiter des Amts für Militär und Zivilschutz, Kilian Looser, Präsident der Bevölkerungsschutzkommission Toggenburg, und Peter Haag, Kommandant der Zivilschutzorganisation Uze. Die Besucher wurden von Christian Heeb und der Sozialarbeiterin Annemarie Khalil ausführlich über den aktuellen Einsatz des Zivilschutzes informiert.

Wertvolle Erfahrung

Nachdem Christian Heeb in der Begrüssung die Gründe für den Zivilschutzeinsatz dargelegt hatte, wurden die Besucher von den Zivilschutzangehörigen durch die Räumlichkeiten des Zentrums geführt. Die Mannschaft des Zivilschutzes stellte sich anschliessend den Fragen der Gruppe und erzählte von den Erfahrungen im Umgang mit den Asylsuchenden. Annemarie Khalil, die während des ganzen Einsatzes als Ansprechperson für die Zivilschutzangehörigen galt, sprach von ihren Erfahrungen während des Einsatzes. So sei die Betreuung durch den Zivilschutz von den Angehörigen des Zivilschutzes, aber auch von den Asylsuchenden sowie der lokalen Bevölkerung als positive Zeit wahrgenommen worden. Für viele der Zivilschutzangehörigen sei der Einsatz die erste Erfahrung mit der Arbeit mit Asylsuchenden gewesen. «Die Zivilschutzangehörigen lernten neue Situationen kennen, konnten von positiven Erfahrungen profitieren und bauten ihre Kompetenzen aus», so Annemarie Khalil. Christian Heeb und Annemarie Khalil erklärten den Besuchern die Wichtigkeit des Einsatzes.

Zivilschutz hilft mit

Regierungsrat Fredy Fässler zeigte sich beeindruckt von der professionellen Betreuungsarbeit durch die Zivilschutzorganisationen. Er dankte den Führungskräften und allen eingesetzten Zivilschutzangehörigen, aber auch den Gemeindepräsidenten für ihre Tätigkeit im öffentlichen Interesse. «Es ist Ihnen gelungen, mit grossem Engagement und Einfühlungsvermögen den zugewiesenen Asylsuchenden einen humanitären Aufenthalt im Zentrum zu ermöglichen, aber auch das Verständnis der örtlichen Bevölkerung für die Aufgaben im Asylbereich zu fördern», anerkannte Regierungsrat Fredy Fässler die Leistungen aller Beteiligten.

Die Unterstützung durch den Zivilschutz wurde nötig, nachdem der Kanton St. Gallen mit Überbelegungen in Asylzentren konfrontiert war. Zwischen September 2014 und Januar 2015 unterstützen die Zivilschutzorganisationen Toggenburg, unteres Toggenburg, Uze und Neckertal den Kanton im vorübergehend eingerichteten Asylzentrum Weier. Ende Januar 2015 wird das Notzentrum Weier aufgehoben und die Zivilschutzanlage der Gemeinde zurückgegeben. (pd/aru)