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«HOF WEISSBAD»: Endspurt auf der grössten Baustelle in Appenzell Innerrhoden

Normalerweise ist der «Hof Weissbad» eines der erfolgreichsten Hotels der Schweiz. Seit sieben Wochen ist er jedoch die grösste Baustelle von Appenzell Innerrhoden. Nun nähern sich die Arbeiten dem Abschluss.
Patrik Kobler
Die Réception dient dieser Tage als Werkstatt. (Bild: Patrik Kobler)

Die Réception dient dieser Tage als Werkstatt. (Bild: Patrik Kobler)

Patrik Kobler

patrik.kobler@appenzellerzeitung.ch

Noch gleicht der «Hof Weissbad» einer Baustelle. Doch am Sonntag muss wieder alles picobello sein. Denn um 15 Uhr kehren die Gäste zurück. Verwaltungsratspräsident Sepp Breitenmoser zweifelt nicht daran, dass die Arbeiten bis dann abgeschlossen sind. In den vergangenen sieben Wochen seien die Arbeiten wie geplant vorangeschritten, sagt er. Bis zu 150 Personen arbeiteten täglich auf der Baustelle: Elektriker, Sanitäre, Plättlileger, Baumeister Gipser, Maler, Lüftungstechniker. Rund 15 Millionen Franken kostet die Generalüberholung des «Hof Weissbad». Von der Küche, über den Eingangsbereich bis zu den Zimmern wurde soviel erneuert, dass hier gar nicht alles aufgezählt werden kann.

Ausgelöst wurden die Investitionen durch den Entscheid des Verwaltungsrates, die Zimmer und die Bäder neu zu gestalten. Mit den Gestaltungsarbeiten wurde das Basler Architektenteam Miller & Maranta sowie die Zürcher Innenarchitektin Jasmin Grego beauftragt. Bei der Neugestaltung hat man auf die Devise «hell – freundlich – jugendlich» gesetzt. Für das ganze Haus wurde neues Mobiliar angeschafft. Insgesamt müssten es gegen 1885 neue Möbelteile sein, sagt Breitenmoser. Rundum erneuert wurden auch die Badezimmer. Statt Badewannen gibt es jetzt barrierefreie Duschen. Das Problem, dass die Badezimmer über kein Tageslicht verfügten, wurde mit einem raffinierten Kniff gelöst: Man hat ein Bullauge eingebaut, das sich freilich mit einem Laden verschliessen lässt.

375 Quadratmeter neue Fensterflächen

Besonders stolz ist der Verwaltungsratspräsident auf die neuen Panoramafenster, die einerseits für mehr Helligkeit in den Zimmern sorgen, andererseits einen schönen Blick in die Landschaft gewährleisten. Privilegiert waren hier bislang die Gäste mit einem Zimmer Richtung Garten. Jetzt erfährt aber auch die gegenüberliegende Seite eine Aufwertung. Denn das Parkcafé und das Haus Knoll wurden abgerissen. Auf dem Gelände vor dem Hoteleingang entsteht stattdessen eine Parkanlage.

Apropos Panoramafenster: Ein besonderes Details sind die Vorhänge, erinnern sie doch von der Machart her an Trachten. Dieses Beispiel zeigt, dass viel in die Detailpflege investiert wurde. «Auch Kleinigkeiten machen viel aus, damit sich der Gast wohlfühlt», sagt Sepp Breitenmoser. In der Vergangenheit hat der «Hof Weissbad» bekanntlich vieles richtig gemacht: Die Auslastung ist seit Jahren sehr hoch und immer wieder werden die Innerrhoder mit Preisen bedacht: Mal wird man als «freundlichstes Hotel der Schweiz» ausgezeichnet, dann wieder als «bester Arbeitgeber», und die Gastgeber Damaris und Christian Lienhard erhielten auch schon die Auszeichnung als «Hotelier des Jahres».

Das Parkcafé und das Haus Knoll wurden abgerissen.

Das Parkcafé und das Haus Knoll wurden abgerissen.

Auch in den Seminarbereich werden Millionen investiert

Trotz der Erfolge ruht man sich nicht auf den Lorbeeren aus. Das belegen die Investitionen eindrücklich. Während des Baustellen-Rundgangs spricht Verwaltungsratspräsident Sepp Breitenmoser wiederholt vom «Blick voraus». Das Unternehmen investiert nicht nur 15 Millionen Franken in die Erneuerung des Hotels, sondern auch gut sechs Millionen Franken in den Seminarbereich. Bei der Weissbadbrücke – gleich neben dem Hotel – schafft man ein Angebot, das ganz auf Seminargäste zugeschnitten ist. Diese Räumlichkeiten werden bereits im kommenden Sommer bezugsbereit sein.

Vorerst gilt allerdings die Konzentration ganz dem «Hof». Heute Abend wird Bauspini gefeiert. Rund 300 Gäste werden zu diesem Anlass erwartet.

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