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HÖRGENUSS: Mit Können und Charme

Drei junge Opernsänger aus Südkorea, China und Japan haben an den Neujahrskonzerten im Appenzellerland bezaubert. Das Trio gab internationale Opern-Hits zum Besten und erntete stehende Ovationen.
Ferdinand Ortner
Drei junge Opernsänger aus Asien begeistern an vier Neujahrskonzerten. (Bild: FO)

Drei junge Opernsänger aus Asien begeistern an vier Neujahrskonzerten. (Bild: FO)

Ferdinand Ortner

redaktion@appenzellerzeitung.ch

In der vergangenen Woche nützten 3500 Kunden und Geschäftsfreunde der Appenzeller Kantonalbank die jährliche Einladung zum Besuch eines der Neujahrskonzerte in Herisau, Appenzell und Oberegg und bejubelten die exzellenten Darbietungen. Sie genossen die Faszination delikater Opern-Arien, romantischer exotischer Salonlieder und populärer Wunschkonzert-Hits und bedankten sich mit Standing Ovations, wovon sich der Rezensent in der katholischen Kirche in Appenzell überzeugen konnte.

Das attraktive Nonstop-Konzertprogramm – vom Schweizer Konzertmanager und Pianisten Daniel Moos geschickt zusammengestellt, gekonnt moderiert und souverän am Flügel begleitet – offerierte unter dem Motto «endlos» einen prächtigen weltumspannenden Opern-Melodienreigen.

Interpreten der wunderschönen Arien und Duette waren drei aufstrebende Jungstars der inter-nationalen Opernszene: die Sopranistin Erika Tanaka (Japan), der Tenor Long Long (China) und der Bariton Ettore Kim (Südkorea). Diese aus fernöstlichen Sprach- und Kulturkreisen stammenden Künstler präsentierten europäische Opernmusik und Lieder aus ihrer Heimat und sangen sich mit Können und Charme spontan in die Herzen des Publikums.

Einen faszinierenden Konzertauftakt bildeten zwei Hits der italienischen Opern-Literatur: die bekannte Arie «Questa o quella» des Herzogs aus der Oper «Rigoletto» von G. Verdi (1813 – 1901) und das Duett «Chiedi all?aura» aus der Opera buffa «Der Liebestrank» von G. Donizetti (1797 – 1848). Der 28-jährige chinesische Tenor Long Long erwies sich als hervorragender Sänger mit herrlicher Stimme voller Klangschönheit und feinem Schmelz. Die charmante japanische Sopranistin Erika Tanaka überzeugte als ebenbürtige Partnerin mit sympathischer Ausstrahlung und glänzte bei Soli und Duetten mit perlenden Koloraturen, sicheren Spitzentönen und nuancenreichem Vortrag. Bravourös die Arie «So anch?lo la virtù magica» der Norina aus Donizettis «Don Pasquale», das schlichte japanische Liebeslied «Hatsukoi» (Die erste Liebe) sowie der Kuss-Walzer von Luigi Ardini (1822 – 1903).

Berühmte Opernklänge, schöne Stimmen

Grossartig gelangen auch die Beiträge aus Mozarts weltberühmter Oper «Don Giovanni»; so das Duett «Reich mir die Hand, mein Leben» und die spritzige «Champagner»-Arie, die der stimmgewaltige Bariton Ettore Kim mit präsentem, sonorem Bariton begeisternd vortrug.

Einen stimmungsvollen Kontrast bildete das melancholische Bariton-Solo «Oh! Mountain» eines koreanischen Komponisten. Ein Gustostück war das Männer-Duett «Au fond tu temple saint» aus Bizets Oper «Die Perlenfischer». Das Solisten-Trio liess die klangschönen Stimmen auch beim romantischen Salonlied «Musica proibita» des Italieners Stanislav Gastaldon (1861 – 1939) voll erblühen. Der Tenorsolist sang das sehnsuchtsvolles Liebeslied «Meiliqige» aus China und den unvergänglichen Liebesschwur «Dein ist mein ganzes Herz» aus der Lehar-Operette «Land des Lächelns» mit besonderer Intensität.

Weitere Highlights des Konzerts waren die leidenschaftliche Bariton-Arie «Votre toast» aus Bizets «Carmen», die Duett-Szene «Signorina, in tanta fretta» aus «Don Pasquale» und das vom Tenor und der Sopranistin hingebungsvoll gesungene Duett «O liebliches Mädchen» aus der Puccini-Oper «La Bohème». Mit dem schwungvollen «Tous les trois réunis» aus der «Regimentstochter» von Donizetti gestalteten die Gesangssolisten und ihr versierter Begleiter am Klavier das Konzertfinale, welches unter stürmischem Beifall mit einer Zugabe aus «La Traviata» ausklang.

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