Höhere Grundgebühr für Wasser

Bis 2036 will die Dorferkorporation Herisau die Wasserinfrastruktur für 40 Millionen Franken erneuern. Zur Finanzierung des Vorhabens wurde die Grundgebühr rückwirkend per 1. Januar um 50 Prozent erhöht.

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Das erneuerte Wasserreservoir Rondelle ist wieder in Betrieb. (Bild: pd)

Das erneuerte Wasserreservoir Rondelle ist wieder in Betrieb. (Bild: pd)

HERISAU. Die Dorferkorporation Herisau, Trägerin der Wasserversorgung, steht in den nächsten 20 Jahren vor Investitionen in der Höhe von 40 Millionen Franken. Das Geld fliesst in die Erneuerung der Infrastruktur. Bereits an der Dorferversammlung 2015 informierte Heinz Hochuli, Präsident der Dorferkorporation, über die Strategie, die Generelle Wasserversorgungsplanung (GWP) und die Investitionen: «Wenn wir Qualität und Versorgungssicherheit erhalten wollen, müssen wir die nötigen Investitionen in den kommenden Jahren vornehmen.» Dazu gehört zum Beispiel die Erneuerung von Reservoirs: Ein erstes, das Wasserreservoir Rondelle, konnte kürzlich in Betrieb genommen werden, ein zweites soll nun ebenfalls neu gebaut werden: Für das neue Reservoir Stuel wird an der Dorferversammlung im Mai der Kredit beantragt.

Verwaltung und Geschäftsleitung haben sich entschieden, den Wasserbedarf der Gemeinde auch in Zukunft über eigenes Quell- und Grundwasser zu decken und nur die Notabdeckung über ein externes Standbein, zurzeit über die RWSG (Regionale Wasserversorgung St. Gallen AG), zu lösen.

Konsumpreis bleibt gleich

Die generelle Wasserversorgungsplanung zeigt für die nächsten 15 bis 20 Jahre ein notwendiges Erneuerungsvolumen über 40 Millionen Franken auf: für Wassergewinnung, Wasseraufbereitung, Wasserförderung, Wasserspeicherung und für die Wasserverteilung. Weil der Grossteil der Infrastrukturkosten fix ist, soll nur die Grundgebühr als fixes Preiselement angepasst werden. Der Konsumpreis von 1.80 Franken je Kubikmeter bleibt unverändert. Hingegen soll die heutige jährliche Grundgebühr rückwirkend per 1. Januar 2016 um 50 Prozent erhöht werden. Das bedeutet für einen durchschnittlichen Haushalt eine Erhöhung um rund 10 Franken pro Monat. Die verbleibende Differenz zu den für die Investitionen nötigen Mitteln soll mit dem Einsatz von Reserven sowie Kosten- und Ertragsoptimierungen kompensiert werden. Bis 2020 wird die Finanzlage erneut überprüft; eine allfällige weitere Erhöhung soll nur erfolgen, wenn der zusätzliche Finanzbedarf auch mittelfristig tatsächlich ausgewiesen ist.

Kompetenz fällt weg

Gleichzeitig soll gemäss Antrag an die Dorfergemeinde die bisherige Kompetenz der Verwaltung wegfallen, den Konsumpreis wieder auf bis zu 2.45 Franken je Kubikmeter zu erhöhen. Vor Jahren lag der Konsumpreis noch auf diesem höheren Niveau, auch die Grundgebühr war zwischenzeitlich um 25 Prozent höher als heute. Seitdem erfolgte eine Preissenkung. (pd)

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