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Höhere Abgaben pro Logiernacht

Der Innerrhoder Tourismus braucht mehr finanzielle Mittel. Deshalb will man die Kurtaxen für Hotelübernachtungen erhöhen. Bei Ferienhäusern macht ein Bundesgerichtsentscheid Anpassungen nötig.
Roger Fuchs
Kinder und Jugendliche in Appenzell sollen keine Kurtaxe mehr zahlen müssen, Erwachsene dafür 50 Prozent mehr. (Bild: apz)

Kinder und Jugendliche in Appenzell sollen keine Kurtaxe mehr zahlen müssen, Erwachsene dafür 50 Prozent mehr. (Bild: apz)

APPENZELL. An der Grossratssession vom kommenden Montag geht es nicht nur um mehr Ferien und weniger Treueprämien für die Kantonsangestellten, auch der Tourismus bildet eines der Schwerpunktthemen. Der Verein Appenzellerland Tourismus AI braucht in den nächsten Jahren insbesondere für das Marketing zusätzliche Gelder. Gemäss Tourismus-Geschäftsführer Guido Buob gehört nicht nur die Kommunikation in diesen Bereich, auch die Produktegestaltung oder die Touristinfo zählten dazu.

Um den zusätzlichen Finanzbedarf von bis zu 150 000 Franken zu decken, soll im Zuge einer Revision der Tourismusförderungsverordnung die Abgabe der Beherbergungsbetriebe pro Nacht und Person um rund fünfzig Prozent erhöht werden. Ein Erwachsener würde demnach statt einer Kurtaxe von 1.80 Franken pro Nacht neu 2.70 Franken bezahlen.

Als nicht mehr zeitgemäss wertet die Standeskommission die Bestimmung, auch für Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren Beiträge auf Logiernächte zu erheben. Der entsprechende Artikel soll ersatzlos gestrichen werden.

Auch Einheimische zahlen

Eine weitere Anpassung wird angesichts eines Bundesgerichtsurteils von Ende Februar dieses Jahres nötig. Demnach verstösst es gegen die Rechtsgleichheit in der Bundesverfassung, wenn Ferienhausbesitzer je nach Wohnsitz im oder ausserhalb des Kantons bei der Tourismusabgabe unterschiedlich behandelt werden. Das Bundesgericht hatte diese Sachlage bei einem Fall im Kanton Obwalden zu beurteilen.

In einer Ergänzungsbotschaft zuhanden des Grossen Rates schlägt die Standeskommission folglich vor, in der Parahotellerie nicht mehr zwischen einheimischen und auswärtigen Personen zu unterscheiden. So haben alle Eigentümer oder Dauermieter von Ferienhäusern, Ferienwohnungen, Campingplätzen oder Klubhäusern eine Pauschale zu entrichten für die Nutzung der Objekte durch Familienangehörige, Personal und unentgeltlich beherbergte Gäste. Die bisherige Einschränkung «ausserkantonaler Wohnsitz» soll aufgehoben werden.

Neuer Präsident steht bereit

Weiter prägen werden die Grossratssession am Montag die Wahlen. Für Pius Federer aus Oberegg endet das Jahr als Grossratspräsident, in den Startlöchern steht Martin Breitenmoser aus Appenzell.

Ausserdem liegen eine Richtplanänderung und der kantonale Nutzungsplan für den Deponiestandort Kaies vor. Und es gilt mehrere Kredite zu genehmigen, darunter einen Beitrag an die Umbaukosten des Schulhauses in Schwende und einen Kredit für den Einbau von Praxisräumen für eine Gemeinschaftspraxis am Spital Appenzell.

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