Höchstleistungen im Wasser

Wenn die Tage kürzer werden und sich der Winter ankündigt, ist es Zeit für das traditionelle Chlausschwimmen im Hallenbad Nesslau.

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«Pack die Badehose ein»: Am Samstag fand in Nesslau das traditionelle Chlausschwimmen statt. (Bild: pd)

«Pack die Badehose ein»: Am Samstag fand in Nesslau das traditionelle Chlausschwimmen statt. (Bild: pd)

NESSLAU. Während draussen die Schneeflocken lautlos vom Himmel fielen, haben sich am letzten Samstag im Hallenbad 104 Kinder gegenseitig lautstark zu Höchstleistungen angefeuert. In den Schulen zwischen Ebnat-Kappel und Wildhaus wurden vorgängig 4er-Gruppen gebildet und möglichst kreative Gruppennamen gesucht.

Drei Disziplinen

Delphine sind im Zusammenhang mit Wasser die beliebtesten Tiere. So gab es die «Delphine», den «schnellen Delphin», «Die schnellen Delphine», «Die blitzschnellen Delphine» und «dolphin-power». Haie waren nur in drei Gruppen vertreten. Organisiert wird das Chlausschwimmen jeweils von der SLRG Toggenburg und dem Hallenbad Nesslau. Für die Kinder galt es drei Disziplinen zu absolvieren. Die erste Aufgabe bestand darin, möglichst schnell zur anderen Bassinseite zu schwimmen, dort angelangt mussten einzelne Teile zu einer Kette zusammengesteckt werden. Dann stand der «Materialtransport» auf dem Programm. Ziel war es, einen Pullboy – ohne diesen zu verlieren – auf einem Brettli zu transportiert. Schliesslich war dann noch Tauchen gefragt. Dabei galt es Tauchteller zu heben und diese am gegenüberliegenden Beckenrand zu deponieren.

Rangverlesen mit Samichlaus

Genauso alt wie das Chlausschwimmen selber ist die Tradition, dass der Samichlaus auf seinem Weg ins Dorf extra auf der Büelen zum Rangverlesen erscheint. Jedes Kind durfte vom Schmutzli einen reichgefüllten Chlaussack entgegennehmen. Den Kategoriensiegern wurde die Goldmedaille vom Samichlaus umgehängt. Bei den 1.-/2.-Klässlern ging der Sieg an «Die schnellen Fröschli» (Xander van Winden, Iasonas Panagiotidis, Tom Bieri, Daniela Forrer). In der Kategorie der 3.-/4.-Klässler haben sich die Schwimmer bei der Namensgebung etwas unterschätzt. Gewonnen haben die «Losers» (Terry Abderhalden, Nathanael Ammann, Angelina Wickli, Carlo Giger). Vor dem Samichlaus waren «d'Lümmels» (Lynn Aderhalden, Livia Abderhalden, Anna Looser und Lara Hager), die Sieger der 5.-/6.-Klässler, ganz brav.

Bei den Oberstufenschülern waren nur zwei Gruppen angemeldet. Diese schenkten sich allerdings keinen Meter. Mit knappem Vorsprung ging der Sieg an «Definitiv» (Jasmin Kuch, Stefanie Holenstein, Alina Täschler, Michelle Bürki). Vielleicht sollten die zweitplazierten im nächsten Jahr ihren Namen überdenken: The four Fails. (pd)