Hochwasser- und Naturschutz im Einklang

BAZENHEID. An der Thur im Staubereich des rwt Flusskraftwerkes Mühlau bei Bazenheid kam es auf der rechten Uferseite beim Areal der Scherrer Zementwaren AG , Mühlau, durch verschiedene Hochwasserereignisse während der vergangenen Monate zu Rutschungen.

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BAZENHEID. An der Thur im Staubereich des rwt Flusskraftwerkes Mühlau bei Bazenheid kam es auf der rechten Uferseite beim Areal der Scherrer Zementwaren AG , Mühlau, durch verschiedene Hochwasserereignisse während der vergangenen Monate zu Rutschungen. Neben kleineren Hangrutschungen ist an einer Stelle die ganze Böschung in einer Länge von ungefähr zwölf Metern abgerutscht. Diese Stelle wurde Mitte Juni fachmännisch mittels eines doppelwandigen Holzkastens durch den Forstbetrieb Uzwil unter der Leitung von Revierförster Bruno Cozzio gesichert. Die naturnahe Verbauung mit 35 Kubikmeter einheimischem Weisstannenholz wurde möglich, weil Albin Scherrer als Grundbesitzer des betreffenden Uferbereiches grosszügig zusätzlich Land zur Verfügung stellte. Die angepflanzten Rottannen wurden gefällt. Dadurch ist eine stufige Unterbestockung entstanden. Im Herbst werden zusätzliche Sträucher gepflanzt werden. Es werden seltene, langsam wachsende Straucharten und Laubbäume gefördert. Ein weiteres durch Rutschungen gefährdetes Gebiet im angrenzenden Waldrandbereich wurde durch einen Raubaum gesichert. Mittels dieser Massnahme kann die Thur bei Hochwasser selbständig eine Kiesbank bilden, welche die gefährdete Böschung verstärkt.

Unter den Ästen der im Wasser liegenden, durch ein Seil gesicherten Rottanne, finden Jungfische und Amphibien einen Unterschlupf. Erfreulicherweise ist hier der Hochwasserschutz mit landschaftspflegerischen Massnahmen zugunsten von Natur und Landschaft in Einklang gebracht worden. (pd)

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