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Für sensible Daten: Hochsicherheitstrakt im Grünen

Das neue Rechenzentrum in Gais bietet seinen Kunden das, was es braucht, um Informatikdaten zu lagern: Strom, Kälte und Sicherheit. Damit die SAK-Tochter den Kundenwünschen gerecht wird, sichert sie sich mehrfach ab.
Bruno Eisenhut
Nicht zuletzt dank zwei leistungsstarken Dieselmotoren könne das Rechenzentrum Ostschweiz eine Verfügbarkeit von 99,998 Prozent vorweisen, erklärt CEO Christoph Baumgärtner. Das Datenzentrum erreicht dadurch das höchste Branchen-Qualitätslabel «Tier 4». (Bild: Bruno Eisenhut)

Nicht zuletzt dank zwei leistungsstarken Dieselmotoren könne das Rechenzentrum Ostschweiz eine Verfügbarkeit von 99,998 Prozent vorweisen, erklärt CEO Christoph Baumgärtner. Das Datenzentrum erreicht dadurch das höchste Branchen-Qualitätslabel «Tier 4». (Bild: Bruno Eisenhut)

Als Schauspieler Tom Cruise 1996 im Hollywoodfilm «Mission Impossible 1» brisante Daten aus einer Firma entwenden musste, waren er und seine Kumpanen bis auf das Letzte gefordert. Obwohl das Rechenzentrum Ostschweiz in Gais nicht im geringsten etwas mit dem Film zu tun hat, unternimmt die Firma sehr viel, um einen ebensolchen Datenklau wie im Film zu verhindern.

Sicherheit sei eines der höchsten Güter, welches ein Rechenzenter seinen Kunden bieten müsse, erklärte CEO Christoph Baumgärtner anlässlich der gestern abgehaltenen Eröffnungsfeier. Entsprechend umfassend zeigen sich die Vorkehrungen im Rechenzentrum. Metallzaun mit Alarmierungssystem, mehrere Sicherheitsschleusen mit Handvenenbiometrie und nicht zuletzt mehrere Kameras, welche das gesamte Areal überwachen, stellen dies sicher. «Hier werden Kundendaten von Banken, Versicherungen oder anderen Firmen gelagert», so Baumgärtner.

Zu den Kunden des Rechenzentrums gehören hauptsächlich IT-Firmen, welche ihre Dienstleistungen für KMU erbringen. «Dies sind Firmen, die bisher mit der eigenen Lösung unzufrieden waren oder ihre Daten in einem Rechenzentrum im Raum Zürich eingelagert hatten», erklärt der CEO. Schliesslich ist ein Rechenzentrum dieser Art in der Ostschweiz erstmalig.

Genügend Strom und tiefe Temperaturen

Zum Erfolg des Rechenzentrums tragen zwei weitere Kriterien bei: Strom und Kälte. Beides muss in genügender Form vorhanden sein. «Müsste beispielsweise eine Bank aufgrund eines Stromausfalls längere Zeit auf ihre Daten verzichten, hätte dies fatale Folgen», so Christoph Baumgärtner. Die Stromversorgung wird deshalb akribisch sichergestellt. Das gesamte Gebäude ist in zwei Hälften – vorsorgliche Brandabschnitte – aufgeteilt. Zudem stehen zwei leistungsfähige Dieselmotoren bereit, welche das gesamte Rechenzentrum bei einem Stromausfall innert zehn Sekunden mit Strom versorgen könnten.

Die Rechner im Datenzenter produzieren Abwärme. Diese wird in der nahe gelegenen Bergkäserei Gais genutzt. Rund zehn Millionen Liter Milch werden jährlich mithilfe der Abluft pasteurisiert werden, so der CEO. Das Rechenzentrum sorgt also dafür, dass die Kunden für ihre Daten standardisierte Temperaturen vorfinden. Als weiteren Vorteil des Rechenzentrums bezeichnet der Firmenleiter die Fotovoltaikanlage auf dem Dach und an der Fassade, welche jährlich Strom für rund 50 Haushalte liefert. Der Bau kostete das Rechenzentrum, welches zu 80 Prozent der SAK und zu 20 Prozent den St. Galler Stadtwerken gehört, rund 25 Millionen Franken.

Volle Auslastung in rund sechs Jahren Zwiti

Am 12. Januar ist der erste Kunde eingezogen. Volle Auslastung erwartet der Geschäftsführer in rund sechs Jahren. Obwohl sich der Datenbetrieb ohne anwesendes Personal betreiben lässt, bringt das Datenzenter zwischen drei und fünf Arbeitsplätze im angrenzenden Verwaltungsgebäude. Weiter hätten die rückgelagerten Bereiche profitieren können, so Baumgärtner.

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