Corona
Hochsaison im Eiskunstlauf: So hält der Eislaufverein Herisau der Coronasituation stand

Im Eiskunstlauf ist jetzt Hochsaison. Eislaufbegeisterte Mädchen und Buben toben sich während des Kinderkurses auf der Eisfläche im Sportzentrum Herisau aus. Die Vorbereitungen der Leistungssportler auf die Wettkämpfe laufen auf Hochtouren. Doch wie geht der Eislaufverein Herisau (EVH) mit der jetzigen Coronasituation um?

Viviana Troccoli
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Die Mitglieder des Eislaufvereins Herisau seien froh, überhaupt trainieren zu können, wie hier für das Weihnachtsschaulaufen.

Die Mitglieder des Eislaufvereins Herisau seien froh, überhaupt trainieren zu können, wie hier für das Weihnachtsschaulaufen.

Bild: PD

Seit dem 20. Dezember sind die verschärften Coronamassnahmen in Kraft. In den Trainingsbereichen des Eislaufvereins Herisau (EVH) im Sportzentrum herrscht eine strikte 2G-Zertifikatspflicht für Personen ab 16 Jahren. Zudem gilt eine Maskenpflicht ab 12 Jahren im ganzen Innenbereich des Sportzentrums - sowohl in den Garderoben als auch während der Trainingseinheiten auf der Eisfläche.

EVH-Präsident Guido Bernardi erklärt auf Anfrage: «Vor allem die Maskenpflicht führt zu erschwerten Bedingungen. Küren und Figuren müssen eingeübt werden, die Leistung der Sportler wird durch die Maskenpflicht zusätzlich auf die Probe gestellt.»

Weniger Anmeldungen bei den Kindern

Der Verein selbst hätte nur wenig bei der Umsetzung der Coronamassnahmen mitzureden. «Wir sind gebunden an die Infrastruktur und an das Sportzentrum Herisau, das die Vorgaben bestimmt», so Bernardi. Doch der Präsident bleibt positiv. Die Situation sei schwierig, die Vereinsmitglieder seien froh, überhaupt trainieren zu können. «Wir hatten bereits ganz andere Zeiten, als es noch mehr Einschränkungen gab als jetzt oder die Halle sogar geschlossen war», fügt Bernardi hinzu.

Der Trainingsplan der Hobby- und Leistungssportler konnte seit dem Saisonstart im Oktober bis dato mehr oder weniger aufrechterhalten bleiben. Vor dem Inkrafttreten der neuen Massnahmen am 20. Dezember gestaltete sich die organisatorische Situation des Eislaufvereins anspruchsvoller, als sie jetzt ist. Bis dahin durften nur sogenannte «beständige Gruppen» auf dem Eisfeld trainieren, demnach Gruppen mit stets den gleichen Leuten. Diese wurden mit der 2G-Pflicht aber wieder aufgelöst. Mittlerweile stehen sowohl Leistungs- als auch Hobbysportler auf dem Eis.

Die Lage um das Coronavirus wirke sich restriktiv auf die aktuelle Anmeldesituation aus und bewirke ein eher zurückhaltendes Verhalten vor allem seitens der Kinderanmeldungen. «Glücklicherweise besteht der Kinderkurs dessen ungeachtet noch bis Anfang März und ist für den Verein eine gute Gelegenheit, neue potenzielle Mitglieder zu gewinnen», sagt Bernardi.

Die meisten Wettbewerbe finden statt

Und wie sieht die Planung bevorstehender Wettbewerbe aus? Bernardi erläutert, dass die meisten nationalen und regionalen Wettkämpfe im Eislauf noch auf der Agenda seien, einige wenige aber aufgrund der Coronasituation bereits abgesagt wurden. Mit strengen Vorgaben und Einschränkungen habe man rechnen müssen.

Dem anstehenden Säntis Cup in Herisau, welcher in der 35. Ausgabe Anfang April dieses Jahres stattfinden soll, sehen die Organisatoren mit gemischten Gefühlen entgegen. «Wir arbeiten daraufhin, als würde sich an der jetzigen Situation nichts ändern. Aber wir schliessen weitere Einschränkungen nicht aus», so Bernardi.

Klubinterne Leistungstests, wie etwa der Sternli-Test, welche vorwiegend für die jüngeren Vereinsmitglieder zum Erreichen der Grundlagen des Eiskunstlaufens dienen, können aber mit hoher Planungssicherheit und mit entsprechend angepassten Schutzkonzepten abgehalten werden.

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