Jetzt herrscht Hochbetrieb in den Gärten

So schön das Wetter auch ist, der Winter kommt bestimmt. Hobbygärtnerinnen haben jetzt viel Arbeit mit Abräumen und Verräumen, aber auch mit den Vorbereitungen auf den Frühling. Ein Besuch bei Heidi Frischknecht.

Monika Egli
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Während der Sommeraktion «Zeigt her Eure Gärten» vor sieben Jahren öffnete Heidi Frischknecht aus Schwellbrunn schon einmal die Gartenpforte für die Appenzeller Zeitung. Sie präsentierte damals eine Farben- und Blütenpracht, die ihresgleichen suchen. Jetzt wollten wir von der passionierten Hobbygärtnerin, die als Jugendliche mit dem Beruf der Floristin liebäugelte, wissen, wie sie ihr Blumen- und Gemüseparadies auf den Winter vorbereitet. Das Haus von Frischknechts liegt auf knapp 1000 m ü. M. Die Herbstarbeiten sind deshalb schon in vollem Gange. «Käme plötzlich ein Kälteeinbruch, wäre ich gar nicht in der Lage, die anfallende Arbeit auf einmal zu erledigen.»

Fröhliches Gedeihen beim Gemüse

Gestern war Heidi Frischknecht daran, die Geranien zu putzen, um sie anschliessend ins Winterquartier zu bringen. Sie befreit ihre Hänger von sämtlichen Blüten und Blättern. Das spare zum einen Platz und vor allem habe sie dann nicht das ganze welke Laub im Haus. Im Garten hat sie schon vieles abgeräumt, ein grosser Haufen wartet darauf, zerhäckselt und kompostiert zu werden. Andere geben die Häckslete auf ihre Beete, Heidi Frischknecht aber setzt auf Mist direkt vom Bauern. Den brauche sie vor allem für die Rosen, die noch in voller Blüte stehen, aber auch für das grosse Hangbeet, dessen Kürbisse im Herbst weit herum leuchten. Immer noch fröhliches Gedeihen herrscht beim Gemüse, das dank mobilem Winterschutz (ähnlich Frühbeeten) über den ganzen Winter für gesundes Grün sorgt. Immer noch hat es zahlreiche verschiedene Tomaten an den Sträuchern, was nicht mehr rot wird, hängt Heidi Frischknecht zum Nachreifen bündelweise im Keller auf. «An Weihnachten gibt es bei uns deshalb stets Tomatensalat.» Vieles, wie Blaukraut und Randen, hat sie bereits durch Sterilisieren, anderes, wie Suppengemüse, Apfelschnitze und Zwetschgen, durch Dörren haltbar gemacht.

Schon im Sommer hat sie angefangen, Blumen auszusäen. «Ich benötige jedes Jahr grosse Mengen an Setzlingen für Frühlings- und Sommerflor sowie Gemüse, deshalb ziehe ich alles selbst.» Aktuell warten in dichten Reihen Bellis, Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht darauf, demnächst an ihren endgültigen Standort zu kommen. Im Sommer blühen Lobelien, Tagetes, Verbenen, Alyssum und viele, viele weitere Sorten – alle selber gezogen. Hauswurz und Kakteen in zahlreichen Formen bleiben zum Teil draussen, zum Teil müssen sie rein. Krokusse, Narzissen, Tulpen und Schneeglöcklein sind schon seit Jahren im Boden und vermehren sich eifrig.

Die Winterpause dauert für Heidi Frischknecht nur kurz, denn bereits im Februar geht es weiter mit Aussäen. Und sie wird sich überlegen, wie und wo sie ihren prächtigen Garten noch vergrössern könnte.

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