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150 Jahre Schweizerischer Feuerwehrverband: Historisches Löschen mit Eimern

Der Grundstein des Schweizerischen Feuerwehrverbandes ist vor 150 Jahren in Herisau gelegt worden. Dem Initianten Daniel Oertly widmet die Gemeinde eine Ehrentafel.
Lukas Pfiffner
Pumpen und Löschen wie im Jahre 1900: Ein Feuerwehrmann gibt am Mikrofon Auskunft. (Bild: Lukas Pfiffner)

Pumpen und Löschen wie im Jahre 1900: Ein Feuerwehrmann gibt am Mikrofon Auskunft. (Bild: Lukas Pfiffner)

Rauch drang am Samstagnachmittag aus dem Schulhaus Poststrasse in Herisau. Ein historisch gekleideter Feuerwehrmann blies ins Alarmhorn. Kollegen holten eilig mit Eimern Wasser vom Brunnen. «Es ist ziemlich streng», gab der Mann an der Pumpe Auskunft. Das Mikrofon hielt Richard Fischbacher, FCSG-Speaker im Kybunpark. Die Feuerwehr Teufen-Bühler-Gais demonstrierte, wie ein Brand um das Jahr 1900 herum gelöscht worden war.

Später trafen Kommandofahrzeug, Tanklöschfahrzeug und Autodrehleiter ein: Die Stützpunktfeuerwehr Herisau zeigte einen modernen Löscheinsatz. Die Vorführungen waren Teil eines Jubiläumsfestes: Vor 150 Jahren wurde der Gründungsgedanke eines Schweizerischen Feuerwehrverbandes in Herisau ausgesprochen – initiiert von einem Herisauer: Baumeister Daniel Oertly.

Eine Ehrentafel hängt nun am Gebäude

Dass der Platz an der Poststrasse für die Demonstration ausgewählt worden war, stellte keinen Zufall dar. Das Schulhaus ist eines der Gebäude, die Oertly erschaffen hatte. «Wir wollen seine Verdienste würdigen», sagte der Herisauer Gemeindepräsident Kurt Geser. Er enthüllte eine Ehrentafel an der Fassade.

Dem öffentlichen Teil vorangegangen war der offizielle Jubiläumsakt in der reformierten Kirche, umrahmt vom Herisauer «Feuerwehr-Chörli». Michael Müller, Kommandant der Herisauer Feuerwehr, begrüsste Gäste aus Politik, Feuerwehrkreisen und Partnerorganisationen. Historiker Thomas Fuchs gab einen Einblick in das erste Schweizerische Feuerwehrfest vom 5. bis 7. Juni 1869 in Herisau. Das Turner-Rettungskorps Herisau hatte eingeladen. «Die Hauptversammlung im Schützenhaus bestand aus einem einzigen Traktandum: dem Beschluss, einen schweizerischen Feuerwehrverband zu gründen.»

Abgeordnete und Festteilnehmer kamen damals nicht nur aus der Schweiz, sondern auch aus dem benachbarten Ausland. Über 1200 Männer wohnten dem Anlass bei; gesellschaftlicher Höhepunkt war der Umzug durch das mit Blumen und Flaggen geschmückte Dorf. Vor der Kaserne fanden Demonstrationsübungen statt, Gerätschaften wurden getestet und mit Preisen ausgezeichnet.

Regierung spricht Dank aus

Hansueli Reutegger, der Vorsteher des Departementes Inneres und Sicherheit, gratulierte und dankte im Namen der Politik und der Bevölkerung. «Die Feuerwehrleute verdienen unsere grosse Hochachtung», sagte der Regierungsrat. Sie würden mit ihrem Einsatz und stetiger Weiterbildung sicherstellen, dass «sie niemals auf dem Schlauch stehen».

Laurent Wehrli, der Zentralpräsident des Schweizerischen Feuerwehrverbandes, sprach die grossen Änderungen an, die etwa bei der Ausrüstung und den Fahrzeugen erfolgt seien. «Geblieben sind die Leidenschaft und die Bereitschaft, den Beruf, die Familie oder eine Freizeitaktivität zu verlassen, um zu helfen.»

«Richtige Strukturen für die Zukunft schaffen»

Dominik Zimmermann, Präsident des Appenzellischen Feuerwehrverbandes, erinnerte daran, dass manche Korps Mühe hätten, genug Aktive und Vorstandsmitglieder zu rekrutieren. «Wie die Kollegen damals in Herisau müssen wir den Mut haben, richtige Strukturen für die Zukunft zu schaffen.»

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