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Heiden: Klinik Hirslanden am Rosenberg schafft Trendwende

Den Übertritt eines Ärzteteams zur «Berit» hat die Hirslanden Klinik am Rosenberg überwunden. Dies zeigen die steigenden Fallzahlen. Eine Herausforderung bleibt die Verlagerung von stationär zu ambulant.
Jesko Calderara
Nach einem Einbruch sind die Fallzahlen bei der Hirslanden Klinik am Rosenberg wieder gestiegen. (Bild: APZ)

Nach einem Einbruch sind die Fallzahlen bei der Hirslanden Klinik am Rosenberg wieder gestiegen. (Bild: APZ)

Die Hirslanden Klinik am Rosenberg in Heiden hat schwierige Zeiten hinter sich. Nach dem Abgang eines 15-köpfigen Ärzteteams zur Berit-Klinik im Jahr 2016, brachen die Fallzahlen um einen Drittel ein. Das Gröbste scheint nun überwunden zu sein. «Wir haben den Turnaround geschafft», sagte Sacha Geier, Direktorin der Hirslanden Klinik am Rosenberg anlässlich der Generalversammlung der Immobiliengesellschaft. So hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2018/2019 wieder einen Gewinn erzielt. Zwar werden zum Standort Heiden keine Zahlen kommuniziert. Das Ergebnis liege aber über den Erwartungen der Hirslanden-Gruppe, sagt Geier. Auch die Fallzahlen haben den Höchststand wieder erreicht.

Ein Grund dafür ist die Anstellung verschiedener Ärzte, insbesondere in den Bereichen Wirbelsäulenchirurgie, HNO, Orthopädie und plastische Chirurgie. Zudem wurde das strategische Marketing verstärkt, dadurch konnten zusätzliche Ärztepraxen als Zuweiser gewonnen werden. Zumindest in dieser Hinsicht hatte der Wegfall der «Orthopädie am Rosenberg» sein Gutes. Während früher mit dieser Praxisgemeinschaft ein exklusiver Vertrag bestand, ist die Klinik Hirslanden am Rosenberg heute flexibler für Kooperationen. Eine Zusammenarbeit besteht nach wie vor mit dem Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden (SVAR), vor allem in der Disziplin der Inneren Medizin. Ein weiterer Ausbau ist gemäss Geier zurzeit allerdings nicht geplant.

Schweiz hinkt bei Trend hinterher

Dies traf auf den Mitarbeiterbestand in den letzten Monaten nicht zu. Nachdem während der turbulenten Zeit die natürliche Fluktuation für einen Abbau genutzt wurde, gibt es seit einem Jahr wieder Neuanstellungen.

Danebst sind im vergangenen Geschäftsjahr bei der Hirslanden-Gruppe zwei Trends auffällig, die auch andere Spitäler spüren: Zum einen ist die Bettenbelegung rückläufig und zum anderen gibt es eine Verlagerung von stationär hin zu ambulant. Geier begrüsst diese Entwicklung. Die Schweiz habe hier im internationalen Vergleich Nachholbedarf. In Appenzell Ausserrhoden dürfen seit dem 1. Januar einige Operationen nur noch ambulant durchgeführt werden. Die Klinik Hirslanden am Rosenberg ist vor allem im Bereich der Kniearthroskopien davon betroffen. Für die Anbieter ist das eine Herausforderung, die Prozesse müssen entsprechend angepasst werden. In Heiden sind zurzeit beispielsweise nur 52 der 62 Betten in Betrieb. Der Rest wird für Patienten genutzt, die für einen ambulanten Eingriff vorbeikommen.

Ambulante Klinik in St. Gallen geplant

Geier erwartet in Zukunft eine weitere Ambulantisierung. Der eher dezentrale Standort der Klinik im Appenzeller Vorderland sei diesbezüglich ein Wettbewerbsnachteil, sagt die Direktorin. Die Hirslanden-Gruppe will deshalb das ambulante Angebot im Rahmen der Versorgungsregion Ostschweiz in der Umgebung der Klinik Stephanshorn in St. Gallen konzentrieren.

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