Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HINTERLAND: Wo der Bundesrat «Gänsehaut» bekommt

Der Alte Silvester hat in diesem Jahr nicht nur viel Volk angelockt, sondern auch Politprominenz. Bundesrat Ueli Maurer verfolgt das Treiben vor Ort und ist voll des Lobes für das Brauchtum des Appenzellerlandes.
Roger Fuchs
Nach dem Zäuerli gibt es eine Stärkung.

Nach dem Zäuerli gibt es eine Stärkung.

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerland

Einige können es kaum glauben, als sie mitten in der Volksmenge am Alten Silvester Bundesrat Ueli Maurer entdecken. «Schön, dass so etwas in der Schweiz möglich ist», sagt ein Ehepaar. Andere überlegen, ob sie dem Bundesrat kurz «Hallo» sagen wollen, getrauen sich aber nicht in jedem Fall. Bundesrat Maurer geniesst es, den Alten Silvester im Appenzeller Hinterland für einmal aus nächster Nähe erleben zu dürfen. «Ich denke, das ist wohl der schönste Schweizer Volksbrauch, weil er nicht nur präsentiert, sondern auch gelebt wird», sagt der Bundesrat. «Wenn man diesen Brauch erleben darf, gibt es immer Gänsehaut.»

Ueli Maurer war am Vormittag des Alten Silvesters in Urnäsch unterwegs und ist um die Mittagszeit im Bösche-Beizli von Lea und Markus Bösch in Waldstatt anzutreffen. Sozusagen als Reiseleiter fungiert der Ausserrhoder alt Nationalrat Jakob Freund. Mit dabei sind auch alt Regierungsrat Hans Diem und der ehemalige Chef des Schweizerischen Nachrichtendienstes, Peter Regli. Der Rathüsli-Schuppel, der für die Mittagsrast ebenfalls das Bösche-Beizli ausgewählt hat, lässt es sich nicht nehmen, für den hohen Besuch ein Extra-Zäuerli anzustimmen.

Einfach ein wenig geniessen

Dass Ueli Maurer den Weg ins Hinterland angetreten hat, gründet nicht auf der Notwendigkeit nach etwas Seelenbalsam. «Ich fühle mich eigentlich nicht gestresst, geniesse es aber trotzdem, einfach einmal hinauszugehen und die Zeit unter ‹normalen Menschen› zu verbringen.» Auch wenn der Besuch am Alten Silvester für Ueli Maurer angesichts der Lebendigkeit des Brauchtums ein wenig wie «ein nach Hause kommen ist», so bricht er nach dem Mittag bald wieder auf. Er müsse noch seinen Kaninchenstall ausmisten, fügt er mit einem Schmunzeln an. Im Hinterland setzt sich derweil der Alte Silvester fort — zum einen mitten in den Dorfzentren geprägt vom Rummel, zum anderen abseits auf dem Land in angenehmer Ruhe. Gegen Abend hin trifft man sich dann unter anderem in der Mehrzweckanlage Waldstatt oder in der Turnhalle von Urnäsch. Besonders stimmungsvoll wird es dabei, wenn die Lichter ausgeschaltet sind und nur die Lämpchen auf den Hauben der schönen Silvesterchläuse leuchten. Die nun angestimmten Zäuerli lassen niemanden kalt. Man mag es allen glauben, die sich bereits jetzt wieder auf die gleichen Szenerien im kommenden Jahr freuen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.