Hilfe zum richtigen Zeitpunkt stellt Weichen

Welch freudiges Ereignis, wenn ein Kind geboren wird. Freude, Dankbarkeit und Glücksgefühle fluten die Beteiligten. Der Alltag bringt viele Herausforderungen und oft genug auch Überforderungen mit sich.

Romy Elmer, Sozialpädagogin Fh
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Welch freudiges Ereignis, wenn ein Kind geboren wird. Freude, Dankbarkeit und Glücksgefühle fluten die Beteiligten. Der Alltag bringt viele Herausforderungen und oft genug auch Überforderungen mit sich. Bald zeigt sich, ob ein Gleichgewicht zwischen den grossen Anforderungen, und den Reserven an Nerven, Kraft und Gesundheit gefunden werden kann. Risiken, die dieses Gleichgewicht ins Schwanken bringen können, sind:

• Krisen durch Schlaflosigkeit • in ihren Bedürfnissen anspruchsvolle Kleinkinder • Überbelastung der Eltern • Bindungsängste • Eltern, die mit persönlichen Problemen beschäftigt sind

• Isolation und materieller Mangel Kommen mehrere Belastungsfaktoren zusammen, kann das die gesunde Entwicklung der Familie gefährden. Reissen die Nerven, steigt die Gefahr, ein Baby zu schütteln, was zu seinem Tod führen kann. Ein Moment der Unbeherrschtheit kann reichen, um seinem Kind bleibende Sehschäden und Hirnverletzungen zuzufügen. Jedes fünfte Kleinkind, das mit einem Schütteltrauma eingeliefert wird, stirbt daran. Eine Schädigung von Nervenfasern im Nackenbereich kann einen Sauerstoffmangel im Gehirn oder einen Atemstillstand verursachen.

Familienbegleitung

Eine Begleitung im Alltag der Familie hilft, die Belastungen zu reduzieren, und gibt Anleitung, wie in stressigen Situationen reagiert werden kann. Die Coaching-Person findet mit den Eltern zusammen heraus, was die Bindung stärkt und die gesunde Entwicklung des Kindes fördert. Nachfolgend einige Situationen, in denen sich die Sozialpädagogische Familienbegleitung für Familien und ihre Kleinsten (SPF 0-4) bewährt hat:

• Die werdenden Eltern sind beide noch in der Lehre. Mit Hilfe von Stiftungen kann die Wohnungseinrichtung ergänzt und die Erstausstattung für das Baby bereitgestellt werden. Die Vernetzung mit der Hebamme und später mit der Mütter-/Väterberaterin stellt sicher, dass die Geburt gut vorbereitet und die Entwicklung des Neugeborenen überwacht ist. Damit die Mutterschaftsbeiträge zur Auszahlung kommen, braucht es administrative Schritte. Der Familiencoach begleitet die Eltern und vermittelt Wissen im Umgang mit dem Säugling. Das gibt den Eltern Sicherheit und Ruhe.

• Eine schwangere Frau weiss um ihre psychische Fragilität. Dank der Aufmerksamkeit ihrer Hebamme und ihrer Psychiaterin gelingt es, eine Familienbegleitung bereits vor der Geburt einzurichten. Sie hat nun eine Ansprechperson für viele Fragen, das Kind und ihre Partnerschaft betreffend. Das stärkt sie. • Eine dreifache Mutter kämpft sich nach einer postnatalen Depression in den Alltag zurück. Im Coaching lernt sie, eigene Grenzen und Überbelastungen früh genug zu erkennen. Den Alltag zu strukturieren hilft, die Dinge nacheinander zu machen statt miteinander.

• Die alleinerziehende Mutter fühlt sich ihrer dreijährigen Tochter ausgeliefert. Gehorchen will die Kleine selten. Die Kraft der Mutter schwindet. Bei den Terminen mit dem Vorsa-Coach lernt sie, heikle Situationen zu erkennen und Gegensteuer zu geben. Sie setzt Grenzen ohne Aggressionen und übernimmt wieder die Führung. Vorsa stärkt die Eltern nachhaltig in ihrer Erziehungskompetenz und in ihrer Rollenfindung. Die Familie oder die Lebensgemeinschaft wird so zum glücklichen Lebens- und Entwicklungsort kleiner Kinder.

Kostengutsprache

Eine Unterstützung durch Vorsa erfolgt in der Regel über die Wohngemeinde und nach einer vorgängig eingeholten Kostengutsprache. Auskunft erteilt auch Ihre Väter-/Mütterberatung, die Beratungsstelle für Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität Wattwil, die Regionale Berufsbeistandschaft oder die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde.

Vorsa – Soziale Arbeit vor Ort SPF 0-4, Im Bahnhof, Lichtensteig. Telefon 071 988 63 18, E-Mail: info@vorsa.ch; www.vorsa.ch