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Hilfe für Vertriebene des IS

Die Katholische Pfarrei Teufen-Bühler-Stein startet im Frühjahr 2016 einen Hilfskonvoi nach Nordirak. Flüchtlinge sollen vor Ort mit 60 Tonnen Hilfsgütern unterstützt werden. Am Montag stellten die Initianten die Aktion vor.
Die katholische Pfarrei Teufen-Bühler-Stein will Kleider, Spielsachen und Hygieneartikel für Flüchtlinge im Nordirak sammeln. (Bild: pd)

Die katholische Pfarrei Teufen-Bühler-Stein will Kleider, Spielsachen und Hygieneartikel für Flüchtlinge im Nordirak sammeln. (Bild: pd)

TEUFEN. Ende März soll in Teufen ein Hilfskonvoi mit 60 Tonnen Hilfsgütern auf die fast 4000 Kilometer lange Reise nach Nordirak geschickt werden. Über eine Million Menschen, die vor der Terrororganisation «Islamischer Staat» geflüchtet sind, leben dort unter prekären Bedingungen. Organisiert wird der Konvoi von der Katholischen Pfarrei Teufen-Bühler-Stein. Rund 30 Freiwillige trafen sich am Montagabend im Pfarreizentrum Stofel, um sich zu informieren, wie sie selber anpacken können, damit die Aktion Hilfskonvoi zu einem vollen Erfolg wird.

Verfolgte Christen

Pfarreileiter Stefan Staub, der die Aktion zusammen mit Pfarreirat Hanspeter Ulli sowie in enger Zusammenarbeit mit dem diplomatischen Repräsentanten der Autonomen Region Kurdistan, Fauzi Kaddur, lanciert hat, schilderte die Situation vor Ort. Unter den Flüchtlingen in Nordirak befinden sich viele vertriebene Christen, die vor der Gewalt der Terrororganisation «Islamischer Staat» IS aus Syrien und Irak ins Gebiet der Autonomen Region Kurdistan geflohen sind.

Das junge Staatsgebilde zählt fünf Millionen Einwohner und eine Million Flüchtlinge (laut Wikipedia), die in Zelten leben und einem ungewissen Schicksal entgegensehen. In Kurdistan leben sie unbehelligt von ihren Schergen, sorgen doch die Peschmerga, wie die kurdischen Streitkräfte heissen, für ihre Sicherheit.

Flüchtlingselend in Dahuk

Eines der UNO-Flüchtlingscamps befindet sich in Domiz, nahe Dahuk, der drittgrössten Stadt der Region. Nach den Worten von Pfarreileiter Stefan Staub ist hier von der internationalen Hilfe wenig zu spüren und Kurdistan mit der Situation überfordert. Am stärksten leiden darunter Kinder, davon viele, welche ihre Eltern verloren haben. Einzig eine örtliche Organisation kümmert sich vor Ort um die Flüchtlinge.

Zwei Sattelschlepper

Hier wollen die Katholiken von Teufen-Bühler-Stein ansetzen. Mit einem Hilfskonvoi sollen nächstes Frühjahr vor allem Kleider, Schuhe und Matratzen, aber auch Spielsachen und Hygieneartikel ins Land gebracht werden. Ziel ist die Entsendung von zwei Sattelschleppern mit rund 60 Tonnen Hilfsgütern, welche Ende März in Teufen zur 14tägigen Reise starten sollen. In Domiz werden sie von einer vorausgereisten Gruppe von Freiwilligen aus Teufen und Umgebung empfangen, die unter Führung von Fauzi Kaddur, dem in Niederteufen lebenden diplomatischen Repräsentanten der Autonomen Region Kurdistan, dort für die Verteilung der Hilfsgüter sorgen.

Hilfe vor Ort

Hanspeter Ulli, Pfarreirat aus Stein, schilderte zuerst die Gefühle der Wut und Ohnmacht, die einen angesichts des Flüchtlingselends im Nahen Osten befallen. Mit der Aktion Hilfskonvoi könne aber nun konkret vor Ort geholfen werden, auch wenn dies vielleicht nur ein Tropfen auf einen heissen Stein sei. Der Funke sprang an diesem Abend auf die Freiwilligen über. Nach einem einführenden Referat wurden die einzelnen Aufgaben in Gruppen diskutiert und ein Grobkonzept für die Logistik und Medienarbeit erstellt. Einerseits geht es darum, die Bevölkerung in unserer Region für die Hilfe vor Ort zu sensibilisieren und für Sach- und Geldspenden zu gewinnen.

Das Pfarreizentrum Stofel wird sich ab Januar in ein Sammelzentrum verwandeln, wo die Kleiderspenden entgegengenommen, kontrolliert und für den Transport konfektioniert werden. (pd)

Weitere Informationen: Kath. Pfarramt, Teufen Tel. 071 333 13 52 oder stefan.staub@kath-teufen.ch

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