Highlights von Beethoven und Dvorák

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Claudia Dischl und das Streichquartett treten diesen Sonntag auf. (Bild: PD)

Claudia Dischl und das Streichquartett treten diesen Sonntag auf. (Bild: PD)

Wattwil Die Toggenburger Pianistin Claudia Dischl mit ihren Quintett-Partnern Lisa Harringer-­Pignat, Violine, Daniel Kagerer, Violine, Dominik Ostertag, Viola, und Xavier Pignat, Violoncello, sind ein gern gesehenes und gehörtes Ensemble im Konzert­zyklus Pro Wattwil. Im Konzert vom Sonntag, 12. Februar, 17 Uhr, in der Aula der Kantonsschule Wattwil, gibt es zwei echte ­Highlights der Klassik und Romantik zu hören: das «Geistertrio» op. 70 von Beethoven und von Dvorák das schwelgerische Klavier­quintett op. 81.

Es ist nur der langsame Mittelsatz, der dem berühmten Klaviertrio von Beethoven den populären Beinamen gegeben hat. Ein Beethoven-Schüler bezeichnete den Charakter des Largo mit «geisterhaft schauerlich». Die Ecksätze hingegen lassen keine düstere Stimmung aufkommen, sind in beethovenscher Manier schwärmerische Musik, die bei den Musikfreunden Wiens auf Begeisterung stiess.

Das Geistertrio ist ein Klassik-Hit wie auch das Klavierquintett von Dvorák. Dieses ist das meistgespielte Kammermusikwerk des Komponisten. Es vereint wie kein anderes Musikstück reiche melodische Erfindung, üppiger Klang, meisterliche Form, Volkstümlichkeit neben spätromantischem ­Pathos, tschechische Einflüsse, die sich in den Titeln wie «Dumka» und «Furiant» niederschlagen. Die Dumka ist eine in sich ­versunkene Volksmelodie ukrai­nischen Ursprungs, während der rasend schnelle Furiant, ein böhmischer Volkstanz, den Gegenpart bildet. Bei aller Kunstfertigkeit in der Komposition steht die unmittelbare Wirkung der Musik im Vordergrund: Das Klavierquintett op. 81 ist eines der reizvollsten Kammermusikwerke, nicht nur aus Dvoráks Feder, sondern im romantischen Repertoire überhaupt. (pd)

Konzert: Sonntag, 12. Februar, um 17 Uhr, in der Aula der ­Kantonsschule Wattwil.