Hiesige Volksmusik

Nicht wegzudenken ist das Akkordeon bei Willi Valotti. Er, der den kürzesten Anfahrtsweg aller Musikerinnen und Musiker hatte, war nicht zum ersten Mal an die Jazztage eingeladen worden. Diesmal brachte er sein bereits vor 13 Jahren von ihm gegründetes «Trio Item» mit.

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Nicht wegzudenken ist das Akkordeon bei Willi Valotti. Er, der den kürzesten Anfahrtsweg aller Musikerinnen und Musiker hatte, war nicht zum ersten Mal an die Jazztage eingeladen worden. Diesmal brachte er sein bereits vor 13 Jahren von ihm gegründetes «Trio Item» mit. In diesem Triumvirat, das oft und auch in Lichtensteig um einen vierten Mann verstärkt wird, spielen sein Alderbuebe-Geiger Michael Bösch, Claudio Gmür am Klavier und, weil es ohne Bass einfach nicht gut tönt, so Valotti, Sepp Huber mit. Das erweiterte Trio durfte am Freitagabend in der Kalberhalle auftreten, nicht im roten Brusttuch, wie sonst gern und oft gesehen, sondern im lässig über der Jeans hängenden Hemd von der Stange und in einer proppenvollen Kalberhalle, notabene.

Jazz hat Platz

Man wolle ganz einfach nur Musik machen, sagt Valotti und meint Volksmusik. Der Jazz hat bei ihm und seinen Freunden auch ein Plätzchen. Gehuldigt wurde ihm, dem Jazz, mit einem swingenden «Stückli» dennoch, nicht nur weil's ein Jazzfestival ist, sondern weil's das Programm abwechslungsreicher macht. Und schön ist. Und Stimmung macht. Das Publikum weiss das und deshalb erwartet es vom Trio Item nicht nur Volksmusik, und wenn doch, dann pur, und nicht nur hiesige, sondern solche aus (fast) der ganzen Welt. So führten Valotti & Co. dann auf eine kleine Weltreise mit Halt an bekannten und exotischen Destinationen. Das finnische Volksmusikgut gab etwas her, aus Astor Piazzollas reich gefüllter Schatulle wurde etwas ausgeliehen, und schliesslich hat jeder der vier ein selbst komponiertes beigesteuert.

Michael Hug