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Hier kommt Regierungsrat Stricker

Gestern hat Alfred Stricker sein Amt als Ausserrhoder Regierungsrat angetreten. «Ein Kaltstart war es nicht», sagt er. In den letzten Wochen habe er sich intensiv vorbereitet. Was er schon heute weiss: Die Welt umkrempeln könne er nicht.
Roger Fuchs
Drei Monate sind seit der Wahl vergangen, gestern hatte Alfred Stricker seinen ersten Arbeitstag als Ausserrhoder Regierungsrat. (Bilder: Roger Fuchs)

Drei Monate sind seit der Wahl vergangen, gestern hatte Alfred Stricker seinen ersten Arbeitstag als Ausserrhoder Regierungsrat. (Bilder: Roger Fuchs)

HERISAU. Um 5 Uhr in der Früh ist Alfred Stricker aus Stein gestern aufgestanden, um 6.30 Uhr sass er in seinem neuen Büro im Regierungsgebäude am Obstmarkt in Herisau. «Es ist wichtig, dass der Chef vor den Mitarbeitenden anwesend ist», so Bildungsdirektor Stricker, der zuvor ein intensives Wochenende erlebt hatte: Er war an der Generalversammlung des Museums Stein, besuchte ein Konzert des Schötze- und Buebechörli Stein, nahm an einer Konfirmation teil, überarbeitete seine Wochenplanung und half zu Hause auf dem Hof mit. Diesen Hof galt es nach seiner Wahl zum Regierungsrat neu zu organisieren. «Meine Frau hat die Führung des Betriebs übernommen, und wir haben auch einen Angestellten gefunden», sagt Alfred Stricker. Ab und zu als Ausgleich dennoch im Stall zu stehen und die Kühe zu melken, will sich der Regierungsrat aber nicht nehmen lassen.

Will bleiben, der er ist

Als neuer Regierungsrat ist Alfred Stricker gestern zu seiner Arbeit gefahren, wie man ihn kennt: Jeans, Kurzarm-Hemd, feste Halbschuhe, brauner Veston. «Ich hoffe, weiterhin der Mensch bleiben zu können, der ich bin», sagt er. Wenn er sich wohl und gesund fühle, könne er seine Leistung am besten erfüllen. Um bei offiziellen Terminen dem Dresscode nachzukommen, hat er sich einen neuen, dunklen Anzug gekauft – dazu kommen einige neue Hemden, Krawatten und ein Paar elegante Schuhe.

Der gestrige Tag war geprägt von letzten Vorbereitungen für die heutige Regierungsratssitzung, Konkretisierungen von Dossiers und allseits einem herzlichen «Grüezi». Während Stricker seinen Mitarbeitenden Biberli verteilte, wurde er selbst mit einem Blumenstrauss auf dem Pult willkommen geheissen.

Intelligenten Dialog führen

Um dem Büro einen persönlichen Touch zu geben, will der neue Regierungsrat mittelfristig ein Bild mit Bezug zur Familie oder Kultur aufhängen. «Doch eins nach dem anderen und nicht alles auf einmal», laute einer seiner Leitsätze. Klar ist für Stricker auch, dass er als Regierungsrat die Welt nicht umkrempeln kann. Als Beispiel fügt er die Lehrerkonferenz vom Donnerstag an. In seiner Ansprache werde er darauf hinweisen, dass er den gesetzlichen Rahmenbedingungen und dem Volkswillen verpflichtet sei. «Und ich bin das Instrument dafür, um einen intelligenten Dialog zu führen.» Die vielen Gespräche sind es denn auch, die Regierungsrat Alfred Stricker mit Freude seiner Arbeit entgegenblicken lassen. «Ich liebe die Menschen und das Appenzellerland», sagte er bereits während des Wahlkampfs. Ab sofort kann er in neuer Funktion dieser Maxime nachleben.

Bildungsdirektor Alfred Stricker (r.) grüsst seinen Departementssekretär Christian Aegerter.

Bildungsdirektor Alfred Stricker (r.) grüsst seinen Departementssekretär Christian Aegerter.

In seinem regierungsrätlichen Büro: Die Schlüssel bekam Alfred Stricker bereits am Freitag von seinem Vorgänger Rolf Degen.

In seinem regierungsrätlichen Büro: Die Schlüssel bekam Alfred Stricker bereits am Freitag von seinem Vorgänger Rolf Degen.

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