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Heuer werden nur wenige Mai-Aquariden erwartet

Blick zum Toggenburger Sternenhimmel im Mai 2017
Hanspeter Steidle

Sonne:

Aufgang:

1. Mai, 6.11 Uhr MOSZ

31. Mai, 5.35 Uhr MOSZ

Untergang:

1. Mai, 20.32 Uhr MOSZ

31. Mai 21.07 MOSZ

Mond:

Vollmond:

Mittwoch, 10. Mai, im Sternbild Waage

Neumond: Donnerstag, 25. Mai, im Sternbild Widder

Planeten:

Merkur: Er kann im Mai nicht beobachtet werden.

Venus: Sie hält sich am Morgenhimmel auf und bleibt bis auf weiteres der «Morgenstern».

Mars: Er ist noch kurz am Abendhimmel im Westen sichtbar und geht um ca. 22.30 Uhr unter. Der rote Planet ist kein lohnendes Beobachtungsobjekt im Mai.

Jupiter: Er hält sich im Sternbild Jungfrau auf und ist für die erste Nachthälfte ein interessantes Beobachtungsobjekt. Er geht erst zwei Stunden nach Mitternacht unter.

Saturn: Der Ringplanet, zurzeit etwas östlich des Mars’ gelegen, geht um ca. 23 Uhr auf. Er wird somit zum Planeten der zweiten Nachthälfte. Am 13. Mai zieht der abnehmende Mond um Mitternacht am Saturn vorbei. Sofern das Wetter klar ist, lohnt sich ein Blick zum Himmel.

Sterne und Milchstrasse:

Im Osten sehen wir die Sommersternbilder Jungfrau, Bootes, Nördliche Krone und Herkules, im Westen die Frühlingssternbilder Löwe und Krebs. Horizontnah zieht sich das längste Sternbild am Himmel, die Wasserschlange, vom Krebs bis zur Waage. In der Meridianregion sehen wir hoch am Himmel den Grossen und den Kleinen Bären, bzw. den Grossen und Kleinen Wagen. Die Himmelskarte zeigt die Stellung der beiden Himmelswagen deutlich. Wenn man vom Polarstern eine Senkrechte zum Erdhorizont zieht, haben wir den ziemlich genauen Nordpunkt. Für die Orientierung nachts ist der Polarstern eine wertvolle Hilfe. Knapp über dem Südhorizont sind vier hellere Stern trapezförmig angeordnet erkennbar. Das ist das Sternbild Rabe. Warum ein Rabe? Da hilft wieder die griechische Mythologie weiter. Ein grosser Teil der Sternbilder am Nordhimmel wurde von den Griechen benannt.

Die einzelnen Sterne der Sternbilder tragen meistens arabische Namen, einige helle Sterne aber lateinische Namen. Am Sternenhimmel sind verschiedene Zeit- und Kulturepochen der Menschheit verewigt. Heutige wissenschaftliche Sternkataloge haben zwar die Sternbildbezeichnungen und ihre Namen beibehalten, hingegen tragen die einzelnen Sterne ausschliesslich Buchstaben und Zahlen. Wer mit einem Fernrohr den Himmel beobachten möchte, wird im Sternbild Jungfrau oberhalb des Jupiters erstens einen sternübersäten Himmelsausschnitt sehen und zweitens auch nebelartige, oft länglich erscheinende Sterne erkennen. Das sind meistens Galaxien, die sich zu Hunderten in dieser Region befinden. Für die Astronomen ist dieses Gebiet ein Eldorado für die Forschung.

Unsere Milchstrassengalaxie gehört zu diesem sogenannten Virgo-Superhaufen. Mitten am Osthimmel leuchtet ein auffallend rötlicher Stern. Es ist der Arktur im Sternbild Bootes (= Bärenhüter). Die rötliche Farbe weist darauf hin, dass er nicht mehr so hell leuchtet wie zum Beispiel die Sonne. Seine Oberflächentemperatur ist bereits in den rötlichen Wellenbereich abgesunken. Für die Astronomen heisst das: Der Stern steht an seinem Lebensende. Er ist aufgebläht und wird gelegentlich seine Hüllen abstossen, in einigen oder erst in Tausenden von Jahren. Unsere Sonne wird dieses Stadium in ca. 4–5 Milliarden Jahren erreichen. Zwischen dem Grossen und dem Kleinen Bären zieht sich der Himmelsdrachen hindurch. Dass es ein Sternbild Himmelsdrache gibt, hängt wieder mit griechischen Sagen zusammen. Der Drache ist ein Fabeltier, dessen Bezeichnung ursprünglich von Saurierskeletten abgeleitet worden ist. Man konnte damals, als die ersten Saurierskelette gefunden wurden, nichts finden, was mit bekannten Tierskeletten verglichen werden konnte. Also wurde das Fabelwesen Drache erfunden, ein fürchterliches Tier, das man noch nie gesehen hatte. Auch das Einhorn ist ein Fabelwesen, das am Himmel mit einem Sternbild vertreten ist.

Sternschnuppen:

Die Mai-Aquariden sind Sternschnuppen, die recht zahlreich am Himmel auftreten. Sie fliegen, vom Sternbild Aquarius (= Wassermann) ausgehend, über den Himmel. Es sind schon über 100 Sternschnuppen pro Stunde beobachtet worden. Sie stammen ursprünglich vom Kometen Halley ab. Alle Kometen, welche an der Sonne vorbeiziehen, hinterlassen Gesteinsstücke, auch Eis. Kometen gelangen beim Vorüberzug vor der Sonne ins Schwitzen! Drei weitere Sternschnuppenströme tauchen im Mai auf. Es sind jedoch nur vereinzelte Sternschnuppen zu erwarten. Im Jahr 2013 wurden im Maximum über 100 Sternschnuppen pro Stunde registriert. In diesem Jahr werden viel weniger erwartet.

Hanspeter Steidle

redaktion@toggenburgmedien.ch

Bei schönem Wetter wird am Freitag, 5. Mai, von 21.30 Uhr bis ca. 22.30 Uhr ein öffentlicher Beobachtungsabend in der Sternwarte Heiterswil durchgeführt. Bei schlechter Witterung wird ein Ersatzprogramm im Restaurant Churfirsten, Heiterswil, stattfinden.

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