Herisaus Zukunft mitgestalten

Wie sieht Herisau im Jahr 2025 aus? Die Gemeinde und die Stiftung Dorfbild laden die Dorfbevölkerung zu einer Zukunftswerkstatt ein, in der Visionen für den Ausserrhoder Hauptort erarbeitet werden.

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HERISAU. «Vor 100 Jahren war Herisau ein blühender Ort im Aufbruch», sagt Werner Frischknecht, Präsident der Stiftung Dorfbild, «in der neueren Zeit macht es sich Herisau nicht leicht, seine Rolle und Identität zu finden.» Deswegen wolle man Fragen stellen: Wie könnte Herisau im Jahr 2025 aussehen – und wie könnte dies gemeinsam erreicht werden? Was braucht Herisau, um als Wohn- und Arbeitsort, um als Kantonshauptort und Nebenzentrum der Stadt St. Gallen auch in Zukunft attraktiv zu bleiben?

Gemeinsam Ideen entwickeln

Antworten sollen gefunden werden in der Zukunftswerkstatt, zu der die Gemeinde Herisau und die Stiftung Dorfbild die Bevölkerung einladen. Unter dem Motto «Wir sind Herisau» werden am Samstag, 17. Mai, von 9 bis 16 Uhr Ideen entwickelt, um die Lebensqualität und die Attraktivität der Gemeinde zu fördern, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Nach einem kurzen Inputreferat werden an der Zukunftswerkstatt zu den Themenschwerpunkten «Siedlungsentwicklung, Zentrum, Ortsbild», «Wohnen, Freizeit und Arbeit» und «Herisau allgemein» Gruppen gebildet, in denen zum jeweiligen Thema diskutiert wird. Ausgehend von einer Analyse und Bewertung des Ist-Zustands sollen Visionen für die Zukunft entwickelt werden, aus denen möglichst konkrete, umsetzbare Ideen abgeleitet werden. Die Ergebnisse der Gruppendiskussionen werden im Plenum präsentiert. Elisabeth Steger und Titus Guldimann von der Pädagogischen Hochschule St. Gallen moderieren die Zukunftswerkstatt. Sie werden unterstützt von einheimischen Gruppenmoderatoren, welche die Diskussionen begleiten und die Ergebnisse zusammenfassen und präsentieren.

«Wir sind Herisau!»

Zentral für eine erfolgreiche Zukunftswerkstatt sei eine möglichst breite Beteiligung der Bevölkerung – von jung bis alt. Entsprechend haben die Verantwortlichen das Motto für den Anlass gewählt: «Wir sind Herisau!». Sowohl für die Stiftung Dorfbild wie auch für die Gemeinde wird damit eine zentrale Botschaft ausgedrückt: Eine attraktive Gemeinde braucht aktive Bürgerinnen und Bürger, die mitdenken und mitgestalten. «Schliesslich geht die Zukunft von Herisau uns alle etwas an», sagt Gemeinderat Max Eugster. Ebenso wichtig wie der Anlass selbst ist den Initianten die Umsetzung der erarbeiteten Ideen. So soll der Workshop vom 17. Mai nicht etwa eine Eintagsfliege bleiben, sondern der Startschuss zu einem breit abgestützten Prozess werden.

Angefangen hat alles vor einem Jahr mit einer Plakatserie mit ungewohnten Ansichten von Herisau. Eines der Plakate zeigte das Wetterhaus am Obstmarkt um sieben Geschosse aufgestockt und setzte der evangelischen Kirche einen Turm von Jean Nouvel auf. Ein anderes ersetzte das alte Feuerwehrdepot an der Kasernenstrasse durch ein markantes Gebäude von Le Corbusier. Die verfremdeten Ansichten von Herisau waren versehen mit der leuchtend roten Aufforderung: «Herisau – vorwärts!» und lancierten die gleichnamige Aktion der Stiftung Dorfbild Herisau. (pd)

Anmeldung unter www.herisau-vorwaerts.ch oder an Stiftung Dorfbild Herisau, Sonnenhof 5, 9100 Herisau. Anmeldeschluss: 3. April.

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