Herisauer Quartier Ifang bekommt einen eigenen Kindergarten

Seit jeher besuchen die Kinder des Quartiers Ifang im Westen von Herisau den Kindergarten beim Schulhaus Müli. Dies soll sich nun ändern. Ab kommendem Schuljahr werden die Ifang-Kinder in einem Kindergarten im eigenen Quartier unterrichtet. Grund dafür ist der Platzmangel in der Müli.

Alessia Pagani
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Die Kindergartenkinder vom Ifang erhalten nächsten Sommer eigene Räumlichkeiten im Schulhaus Ifang.

Die Kindergartenkinder vom Ifang erhalten nächsten Sommer eigene Räumlichkeiten im Schulhaus Ifang.

Alessia Pagani

Das Schulhaus Ifang im Westen von Herisau bekommt einen eigenen Kindergarten. Der Grund ist ein einfacher: Seit Jahren steigen in Herisau die Schülerzahlen. Teilweise wird der Raum knapp, so auch im Einzugsgebiet der Schwellbrunnerstrasse mit den beiden Schulhäusern Ifang und Müli. Letzteres beherbergt heute vier Doppelklassen plus eine Einzelklasse auf Primarstufe und den Kindergarten Müli. Die Kindergärtler vom Ifang werden in einem Pavillon unweit des Schulhauses Müli unterrichtet. Dieses befindet sich rund 800 Meter vom Schulhaus Ifang entfernt.

Im Hinblick auf das kommende Schuljahr und unter Anbetracht der steigenden Schülerzahlen muss in der Müli nun Platz für eine neue Schulklasse geschaffen werden. Deshalb sollen die Kinder aus dem Ifang künftig im eigenen Quartier einen Kindergarten nutzen. Dadurch werden im Schulhaus Müli die benötigten Kapazitäten für die zusätzliche Schulklasse frei.

Die Umstrukturierung bedingt auch Anpassungen beim Schulhaus Ifang. Um den für die Kindergärtler nötigen Platz zu schaffen, wird die Einliegerwohnung zu einem Schulzimmer für eine Primarklasse umgebaut. In dem dadurch frei werdenden Räumlichkeiten werden ab kommendem Schuljahr die Kindergartenkinder des Ifang unterrichtet.

Platzmangel war absehbar

Irene Hagmann, Herisauer Schulpräsidentin

Irene Hagmann, Herisauer Schulpräsidentin

PD

Schülerzahlen explodieren nie schlagartig, sondern sind über längere Zeit absehbar. Als Anhaltspunkt für die Schulraumplanung nimmt die Gemeinde die Geburten in den einzelnen Quartieren. Die zuständige Gemeinderätin Irene Hagmann sagt:

«Das Problem hat sich schon länger abgezeichnet.»

Gemäss der Herisauer Schulpräsidentin wurden verschiedene Alternativen für die Ifang-Kindergärtler geprüft. «Die Integration des Kindergartens in das Schulhaus Ifang schien uns die sinnvollste.» Wie Hagmann sagt, profitieren nicht nur die Kinder von einem eigenen Kindergarten im Quartier. «Auch für die Lehrpersonen wird der Austausch einfacher.» Zudem sei nun zusammen, was zusammen gehöre, so Hagmann.

«Mit dem Umzug des Kindergartens ins Schulhaus Ifang ist diese Schuleinheit komplett.»

Der Gemeinderat hat für das Bauprojekt 480‘000 Franken genehmigt. Damit sind die Kosten für die baulichen Interventionen in den Bereichen Baumeister, Haus-Installationen, Brandschutz, Akustik, Sonnenschutz und Betriebseinrichtung abgedeckt. Die Bauarbeiten sind auf den Schulbetrieb abgestimmt und dauern von Frühling bis Mitte Sommerferien 2021.