Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HERISAU: Zug noch nicht abgefahren

Die Zuversicht ist zurück: Eine verfahrenstechnische Frage ist schuld, dass der Bund der Bahnhoferneuerung keine A-Priorität einräumte. Das Problem soll gelöst werden.
Patrik Kobler
«Das Projekt als solches ist unbestritten», sagt Gemeindepräsident Renzo Andreani. (Bild: Patrik Kobler)

«Das Projekt als solches ist unbestritten», sagt Gemeindepräsident Renzo Andreani. (Bild: Patrik Kobler)

Patrik Kobler

patrik.kobler

@appenzellerzeitung.ch

Es kam einer Ohrfeige gleich, als der Bund Mitte Januar mitteilte, dass er der Modernisierung des Bahnhofs Herisau keine A-Priorität einräumt. Dieser Entscheid sorgte allenthalben für Unverständnis. Deshalb erwartete man sehnlichst die Begründung. Kanton, Gemeinde und die Organisation Regio Appenzell AR – St. Gallen – Bodensee haben diesen Prüfungsbericht nun analysiert und gestern eine gemeinsame Medienmitteilung verschickt.

Keine Versäumnisse von Kanton und Gemeinde

Fazit: Eine verfahrenstechnische Frage ist dafür verantwortlich, dass die Neugestaltung des Verkehrsknotens und der neue Bahnhofplatz samt Bushof keine Priorität erhielten. Nach dem Entscheid im Januar war Kritik an den Behörden laut geworden, weil sie womöglich in Bern zu wenig für das Projekt lobbyiert hätten. Der Prüfbericht zeige jedoch auf, dass von Gemeinde- oder Kantonsseite keine Versäumnisse vorliegen, heisst es in der Mitteilung.

Noch sind die Erkenntnisse vertraulich zu behandeln. Deshalb kann Gemeindepräsident Renzo Andreani nicht ins Detail gehen. Er ist jedoch guten Mutes, dass das Projekt im Agglomerationsprogramm doch noch A-Priorität erhält und somit die Bundesgelder fliessen werden. Rund ein Drittel der Gesamtkosten von gut 38 Millionen Franken soll dieser übernehmen. Am Vorhaben sind unterschiedliche Beteiligte wie die Appenzeller Bahnen, die SOB, die Post oder Kanton und Gemeinde mit Teilprojekten involviert. Man müsse nun aufzeigen, dass bei den einzelnen Teilprojekten das Zusammenspiel orchestriert erfolge, so Andreani. «Wenn uns das gelingt, sind wir zuversichtlich, dass wir doch noch A-Priorität erhalten.» Denn grundsätzlich sei das Projekt unbestritten. Der Bundesrat wird im Herbst die Botschaft zum Programm Agglomerationsverkehr zuhanden des eidgenössischen Parlaments verabschieden.

Andreani will Verzögerungen vermeiden

Das Vorhaben sollte aber auch nicht vor dem Aus stehen, wenn es im B-Status bleibt. Renzo Andreani rechnet in diesem Fall mit einer Verzögerung von zirka vier Jahren. «Das wollen wir unter keinen Umständen. Wir versuchen alles, damit ab 2020 baulich etwas umgesetzt werden kann.» Für Gemeinde und Kanton sei klar, dass das «zukunftsgerichtete Projekt» schnellstmöglich realisiert werden müsse.

Der Gemeindepräsident führt mehrere Gründe ins Feld – etwa, dass die Umsteigemöglichkeiten nicht mehr zeitgemäss seien. Zudem verweist er auf die steigenden Frequenzen der Busse. Die Behindertenfreundlichkeit am Bushof bezeichnet er als «absolut ungenügend». Andreani: «Es würde der Gemeinde gut anstehen, die Situation zu verbessern.» Im Weiteren könnten am Bahnhof Baufelder freigespielt werden, was gemäss Renzo Andreani Folgeinvestitionen auslösen würde.

Abhängig ist das Millionenprojekt freilich nicht nur vom Bund. Es wird auch noch kantonale Volksabstimmung zum Kreisel und einen Urnengang in der Gemeinde zum Bushof geben.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.