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HERISAU: Zu einer Premiere kombiniert

Jubiläumsabend «10 Jahre Sanierung Sportzentrum» ist dann, wenn Musiker vor der Strafbank sitzen. Wenn geschminkte Mädchen um mannshohe Holzskulpturen kurven. Wenn Motorengeräusche durch die Eishalle dröhnen.
Lukas Pfiffner
Für einmal hat die Eiskunstläuferin im Sportzentrum eine hölzerne Kollegin neben sich. (Bilder: Lukas Pfiffner)

Für einmal hat die Eiskunstläuferin im Sportzentrum eine hölzerne Kollegin neben sich. (Bilder: Lukas Pfiffner)

Lukas Pfiffner

lukas.pfiffner@appenzellerzeitung.ch

«Cam-Art on Ice» sei an diesem Freitag quasi eine Weltpremiere, meint Isabelle Angehrn. Sie ist Marketingleiterin des Sportzentrums Herisau und begleitet den Jubiläumsanlass am Mikrofon. Zehn Jahre sind seit der Eröffnung der sanierten Anlage vergangen. «Cam-Art» heisst das Label des Gossauer Hobbykünstlers Mario Campigotto in Anlehnung an seinen Nachnamen. Holzskulpturen des gelernten Gärtners stehen auf dem Eis; in echten Dimensionen oder darüber hinaus. Die meisten hat er speziell für das Sportzentrum hergestellt: den Eishockeyspieler, das Badefräulein, den Fan, die Eisprinzessin. In der Eismitte thront eine mächtige Hand.

Ein halbes Dutzend Eisläuferinnen und -läufer haben Figuren eingeübt. Die Combo der Musikschule Herisau sitzt vor der Strafbank und begleitet die Auftritte live. Die Sportlerinnen und Sportler kurven zwischen den Skulpturen, drehen, beschleunigen, springen, bremsen, winken.

Verschieben und Daumen nach oben zeigen

Gut 200 Personen erfreuen sich auf der Tribüne an der attraktiven Kombination aus Holz und Eis, aus Handwerk, Musik und Sport. «Jetzt wird ein Eispaar auftreten, da brauchen wir mehr Platz», sagt Isabelle Angehrn. Fredy Bechtiger, Abteilungsleiter Sport der Gemeinde Herisau, hilft beim Verschieben der Skulpturen. Er zeigt mit dem Daumen nach oben und erhält Applaus. Die Scheinwerfer gehen wieder an. Die letzten Nachwuchsläufer betreten die eisige Bühne, das nächste Musikstück ertönt.

Zum Jubiläum gehört ein Schätzwettbewerb. Wie schwer ist der hölzerne Schlittschuh, ebenfalls ein Werk Campigottos? 100 Kilogramm lautete die höchste Schätzung. Fredy Bechtiger gibt die Lösung bekannt: «6,8 Kilogramm.» Die Frau, deren Talon mit 6,5 kg am nächsten liegt, darf den Schlittschuh nach Hause nehmen. Eishockeyhelme gehören im Sportzentrum zum Alltag. Der einzige Helm, der an diesem Abend getragen wird, gehört aber der «Sparte Waldarbeit» an. «Sicher ist sicher», sagt Campigotto und rüstet sich mit Schutzkleidung und dicken Schuhen aus. Er greift zur Motorfräse und fängt an zu sägen. Ein paar Knirpse halten sich die Ohren zu. Die Späne fliegen. Innert wenigen Minuten entsteht eine Katze. Campigotto greift zu einem nächsten Rohling und beginnt, mit eindrücklicher Präzision und Kreativität, ein weiteres Werk zu formen.

Viele Kinder und Jugendliche benützen am Samstag und Sonntag das Hallenbad kostenlos. Und rund 120 Personen beziehen einen Sportzentrum-Gutschein im Wert von 10 Franken.

Hinweis

Die Objekte sind bis am 20. Mai im Sportzentrum ausgestellt.

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