Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HERISAU: Wohnhäuser statt Villa

Die ehemalige Villa Gschwend in der Waldegg soll einer Überbauung weichen. Anders als bei früheren Projekten steht die Villa heute nicht mehr unter Denkmalschutz.
Roger Fuchs
Diese Überbauung soll direkt vis-à-vis der heutigen Migros in der Walke entstehen. Die Visualisierung findet sich auf dem Deckblatt zum Baubeschrieb, welcher bei der Gemeinde aufliegt. Die vorderen zwei Häuser an der Strasse sind noch nicht Teil der jetzigen Baueingabe. (Bild: RF)

Diese Überbauung soll direkt vis-à-vis der heutigen Migros in der Walke entstehen. Die Visualisierung findet sich auf dem Deckblatt zum Baubeschrieb, welcher bei der Gemeinde aufliegt. Die vorderen zwei Häuser an der Strasse sind noch nicht Teil der jetzigen Baueingabe. (Bild: RF)

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

Sowohl im 2012 als auch 2014 schrieb diese Zeitung bereits über Baupläne auf dem Grundstück der einstigen Villa Gschwend in der Waldegg. Damals stand diese noch unter Denkmalschutz, was gemäss kantonalem Denkmalpfleger Fredi Altherr inzwischen nicht mehr der Fall ist. Infolge der vielen Um-, An- und neuen Nebenbauten war für das Objekt selbst aus denkmalpflegerischer Sicht die Schutzwürdigkeit nicht mehr gegeben. Im Rahmen eines Schutzentlassungsverfahrens im 2016 fiel dieser Status dann weg, wie Gemeindebaumeister Christof Simmler sagt.

Einen neuen Anlauf zur Überbauung des Gebiets unternimmt nun die heutige Eigentümerin, die tecti AG aus Teufen, deren VR-Präsident Dölf Früh, ehemaliger Verwaltungsratspräsident des FCSG, ist. Konkretes kann im Rahmen der bis am 5. April laufenden Bauplanauflage aus den Unterlagen bei der Gemeinde entnommen werden. Demnach sollen in einer ersten Etappe sechs von acht Mehrfamilienhäusern mit total 19 Eigentumswohnungen und sieben Mietwohnungen entstehen. Die zwei vorne bei der Strasse stehenden Häuser (siehe Visualisierung) sind noch nicht Teil der jetzigen Baueingabe. Die Villa Waldegg würde abgebrochen.

Bei der tecti AG will man derzeit keine Erläuterungen gegenüber der Zeitung machen. Ergo bleibt nur das Modell auf der Gemeinde und die Kiste mit einem Stapel zahlreicher Pläne als Anhaltspunkte. Darin integriert sind Ausführungen zur Materialisierung der Bauten, zu Einrichtungen oder auch Sanitär- und Elektroinstallationen. Unter anderem interessant: Als Hauptwärmequelle ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpanlage mit Erdsonden vorgesehen. Die Dächer über den Attikageschossen sind sogenannte Warmdachkonstruktionen und nicht begehbar. Infos finden sich auch zur Einstellhalle für Autos und Motorräder. Die Rede ist von einer unterirdisch geschlossenen Einstellhalle mit 70 offenen Parkplätzen auf zwei Ebenen.

Die Villa in der Waldegg war einst im Besitz des Sportwerbeunternehmers Norbert A. Gschwend, welcher in den 1990er-Jahren zahlreiche Rechtshändel gegen die Ausserrhoder Kantonalbank führte.

Bauplanauflage aktuell beim Hochbauamt der Gemeinde, zweites Obergeschoss.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.