HERISAU: Winterdienst braucht Platz

Je zwei Pfosten begrenzen seit kurzem Parkbuchten entlang von Hauptstrassen. Ein Parkplatzabbau ist nicht der Grund dafür.

Alessia Pagani
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Bei der Parkbucht abgestellte Fahrzeuge haben teilweise den Durchgang erschwert. (Bild: Alessia Pagani)

Bei der Parkbucht abgestellte Fahrzeuge haben teilweise den Durchgang erschwert. (Bild: Alessia Pagani)

Alessia Pagani

alessia.pagani@appenzellerzeitung.ch

So manch Autofahrer in Herisau wird sich verwundert die Augen gerieben haben. Seit einigen Wochen stehen an einigen Parkbuchten an der Alpsteinstrasse und an der Gossauerstrasse hinten und vorne je ein schwarz-gelber Pfosten. So zum Beispiel gegenüber der Migros, beim Malergeschäft Alder oder beim Kreuzweg. Die Parkbuchten werden dadurch um etwa zwei Meter kürzer.

Wie der zuständige Leiter des Werkhofs Herisau, Thomas Schmid, erklärt, ist dies keine langfristige Massnahme. Grund sei vielmehr der Winterdienst. Thomas Schmid: «Wenn vorne und hinten an der Parkbucht Autos gestanden haben, konnten wir mit den Räumfahrzeugen teilweise das Trottoir nicht mehr befahren.» So hat im vergangenen Winter ein Fahrzeug des Winterdienstes wegen mangelnden Platzes einen SAK-Verteilkasten touchiert. Die Stromversorgung blieb zwar gewährleistet, ein solcher Vorfall soll sich jedoch nicht wiederholen.

Der Winterdienst startet in der Gemeinde Herisau jeweils gegen vier Uhr morgens. Alleine in Herisau wollen 37 Kilometer Trottoir geräumt werden. «Mit den Pfosten ist eine Durchfahrt nun jederzeit möglich», so Schmid. Die «Verkürzung» der Parkbucht in den Wintermonaten sei allerdings kein neues Phänomen. «Früher haben wir an den selben Stellen Betonsockel platziert. Mit den Metallpfosten ist es natürlich einfacher für uns.» Im Frühling kommen die Pfosten wieder weg.