HERISAU: Was tun mit dem Geld?

An der diesjährigen Kulturbegegnung stand neben der Vorstellung des Kulturkonzepts 2016 die Verteilung von 10 000 Franken Fördergeld auf dem Programm.

Karin Erni
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Die Abstimmung über die Verteilung der 10 000 Franken Kulturfördergeld erfolgte mit Pingpongbällen. (Bild: Karin Erni)

Die Abstimmung über die Verteilung der 10 000 Franken Kulturfördergeld erfolgte mit Pingpongbällen. (Bild: Karin Erni)

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch

Nicht mehr 50 000 wie bei der ersten Austragung, sondern «nur» noch 10 000 Franken Kulturfördergeld gab es anlässlich der Kulturbegegnung am Mittwochabend im Kursaal Heiden zu verteilen. Kulturschaffende aus diversen Sparten hatten im Vorfeld Vorschläge eingereicht, wie der Geldbetrag verwendet werden könnte. Aus einer Vielzahl eingegangener Vorschläge habe der Kulturrat sieben ausgewählt, sagte Margrit Bürer, Leiterin des Amts für Kultur. Die rund 200 Anwesenden durften mittels Pingpong-Ball für das Projekt ihrer Wahl abstimmen. Zur Auswahl standen ein Mentoring-Programm für junge Künstler, die Unterstützung der Ausstellungstätigkeit des Zeughauses Teufen, der Austausch mit kulturschaffenden Flüchtlingen, die Sicherstellung der Werke von künstlerisch tätigen Menschen mit Unterstützungsbedarf, eine Baukultur- und Architekturvermittlung für Kinder und Jugendliche, ein Kulturshuttle, das zu Kulturorten fährt, sowie ein spartenübergreifendes Austauschprogramm. Unter den drei Vorschlägen mit den meisten Stimmen kam es zu einer Stichwahl. Weit obenaus schwang mit 74 Stimmen das Projekt, das den Austausch mit geflüchteten Kulturschaffenden fördern und ihnen der Zugang zu kulturellen Netzwerken hier ermöglichen will. Die Idee stammt von Annina Frehner, Bürgerin von Urnäsch, und dem in Heiden aufgewachsenen Musiker Fabian M. Müller. Mit der Umsetzung betraut wird eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe. Interessierte können sich beim Amt für Kultur melden.

Das Kulturkonzept ist geboren

Das Kulturkonzept wird jeweils für vier Jahre erarbeitet. Das Konzept 2016 ist in drei Teile gegliedert: Zum einen beinhaltet es einen Rückblick auf die Tätigkeit der letzten vier Jahre, zum zweiten schreibt es die bewährten Fördergrundlagen fort, und zum dritten zeichnet es die Schwerpunkte für die nächsten vier Jahre auf. Nicht zuletzt dient das Werk auch als praktische Anleitung für Kunstschaffende, die sich um Unterstützungsbeiträge bewerben wollen. Im Kapitel «Schritt für Schritt» wird anhand von praktischen Beispielen erklärt, in welchen Zuständigkeitsbereich das Gesuch fällt und welche konkreten Fördermöglichkeiten bestehen. «Wir hoffen, dass wir dadurch künftig weniger Telefonanrufe auf dem Amt erhalten», sagte Margrit Bürer scherzhaft.

Das Kulturkonzept 2016 kann beim Amt für Kultur bezogen werden. E-Mail: kultur@ar.ch