HERISAU: Vor den letzten Hürden

Die Stiftung Altersbetreuung will beim Heinrichsbad ihr Angebot mit Pflegewohnungen erweitern. Im Frühsommer sollen die Bagger auffahren.

Bruno Eisenhut
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Das Haus Tanneck kommt zu stehen, wo jetzt noch ein Gebäude steht. Im Hintergrund das bestehende Haus Park. (Bild: bei)

Das Haus Tanneck kommt zu stehen, wo jetzt noch ein Gebäude steht. Im Hintergrund das bestehende Haus Park. (Bild: bei)

Bruno Eisenhut

bruno.eisenhut@appenzellerzeitung.ch

Unter dem Namen «Haus Tann­eck» plant die Stiftung Altersbetreuung Herisau einen Neubau in direkter Nähe zum bestehenden Haus Park. Darin entstehen 50 Pflegewohnungen. Auch wenn die Planung schon weit fortgeschritten ist, in trockenen Tüchern ist der Neubau noch nicht. Gemäss Stiftungspräsident Max Nadig steht der Stiftungsrat kurz davor, den endgültigen Beschluss für den Bau zu fassen. Erst wenn die Finanzierung zu 100 Prozent sichergestellt sei, erfolge das O.K. Max Nadig geht davon aus, dass dies in den kommenden Tagen Tatsache sein wird.

Für den Neubau Tanneck sieht die Stiftung Kosten von rund 35 Millionen Franken vor. Definitiv abgeschlossen ist aber gemäss Stiftungsratspräsident Max Nadig auch der Kostenvoranschlag noch nicht.

Baubeginn im Frühsommer geplant

Auch wenn weder Kostenvoranschlag noch Finanzierung definitiv vorliegen, Max Nadig erwartet den Baustart im kommenden Frühsommer. Dementsprechend wurde dieser Tage die Baubewilligung eingereicht und das Bauvorhaben öffentlich aufgelegt. Die Einsprachefrist läuft noch wenige Tage.

Im «Tanneck» werden auf fünf Stockwerken vier Einzimmer-, 30 Zweizimmer- und 16 Dreizimmerwohnungen erstellt. Die Mietzinse bewegen sich in der Spanne von 1000 bis 1400 Franken. Der Bezug des Neubaus dürfte frühestens im Winter 2019 erfolgen. Im Neubau Tanneck werden Mieterinnen und Mieter selbständig in die eigene Wohnung einziehen. Sie haben die Möglichkeit, verschiedene Dienstleistungen für die Alltagsgestaltung nach den persönlichen Bedürfnissen zu beziehen. Etwa Hotel- und Gastronomieleistungen, Betreuung, Pflege, Soziokultur oder Freizeitgestaltung. Gemäss Stiftungsrat mache nicht nur das Bleiberecht dieses Wohnmodell für Paare attraktiv, sondern vor allem die Tatsache, dass Paare weiterhin zusammenleben könne, wenn jemand auf Pflege oder Betreuung durch Fachpersonal angewiesen ist.

Anpassung in «letzter Sekunde»

Ursprünglich sah die Planung des Stiftungsrats ein anderes Projekt vor. Es sollten in einem Neubau in direkter Nähe zum Haus Park weitere Pflegezimmer entstehen. Das praktisch baureife Projekt wurde im Herbst 2015 vom Stiftungsrat dann aber gestoppt. Neuste demografische Berechnungen und Bedürfnisabklärungen hatten ihn zu einer Neuüberarbeitung bewogen. Jetzt hat man sich entschieden, anstelle von Pflegezimmern 50 Pflegewohnungen zu bauen. An der Grösse und der äusseren Gestaltung des ursprünglich geplanten Gebäudes änderte sich bei der Planänderung aber nichts mehr.