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HERISAU: Von Bank bis zum Schrank

20 Forstwarte und eine Forstwartin haben ihre Herbarien präsentiert. Einige kreativ umgesetzte Herbarien wie ein Spiegel oder ein Hängeregister konnten bestaunt werden.
Noemi Oesch
Marcel Mösli erreichte mit seinem Drehschubladen-Herbarium den ersten Rang. (Bild: noe)

Marcel Mösli erreichte mit seinem Drehschubladen-Herbarium den ersten Rang. (Bild: noe)

Noemi Oesch

noemi.oesch

@appenzellerzeitung.ch

«Die Hardware respektive das Material aus der Natur wurde gut verpackt in die Schule gebracht.» Mit dieser Beschreibung eröffnete Lukas Sutter, Mitglied der Schulleitung des Berufszentrums Herisau, die 23. Vernissage der Herbarien. 21 Forstwart-Lernende sammelten während rund eines Jahres mindestens 120 Pflanzenteile aus den Wäldern. Am Donnerstagabend präsentierten sie ihre erstellten Herbarien vor einem zahlreich erschienen Publikum.

Drehschublade machte das Rennen

Marcel Mösli vom Forstbetrieb am Säntis der Gemeinde Urnäsch erhielt die beste Jurybewertung. Sein Herbarium besteht aus mehreren Drehschubladen. «In den Schubladen sind das Blatt, der Winterast und ein Querschnitt des Holzes säuberlich angeordnet und zudem vor Licht geschützt. Auch besteht jede Schublade aus jenem Holz, welches darin präsentiert wird», erklärte Mösli. Viele Stunden habe er beim Sammeln und Präparieren investiert, dennoch habe sich die Arbeit gelohnt. «Vor allem an den Samstagen habe ich Zeit investiert.» Dabei wurde er häufig von seiner Familie unterstützt. Auf den zweiten Platz kam Nico Tschirky von der Ortsgemeinde Berschis mit einem ausgebauten Baumkropf. Der dritte Podestplatz ging an die Sitzbank von Jorrit Stavasit vom Allgemeiner Hof Oberriet. Die Bank findet nach der Austellung ihren Platz im Familienwohnzimmer. «Die Schwierigkeit beim Erstellen des Herbariums bestand für mich vor allem darin, die verschiedenen Pflanzenarten zu finden. So wusste ich nicht immer sofort, welche Pflanze, wo zu entdecken ist», erklärte Stavasit. Doch während der Arbeit, zum Beispiel bei der Pflege eines Waldstücks und mit der Unterstützung der Arbeitskollegen, wurde immer wieder eine Art aufgefunden und eingesammelt. Am Schluss wurde die Zeit jedoch knapp. «Ich musste ein, zwei Nachtschichten einlegen, um rechtzeitig fertig zu werden», berichtete Stavasit.

Frauenpower in einer Männerbranche

Bei der Vernissage ist auch Anna Ehrbar aufgefallen. Sie war die einzige lernende Forstwartin. «Ich habe meinen Traumberuf gefunden. Ich bin gerne in der Natur. Hier bin ich während der Arbeit ständig draussen.» Ehrbar gestaltete eine Kommode. Dort seien die Pflanzen ordentlich sortiert und so versorgt, dass sie vor Licht geschützt sind. Während des Erstellens musste Ehrbar ein Rückschlag einstecken. «Gewisse Blätter musste ich bis zu drei Mal neu sammeln, da sie sich immer wieder verfärbten.»

Nebst der Bank oder der Drehschublade gab es viele kreativ umgesetzte Herbarien. So machte Raphael Steinbacher aus einem ganz bestimmten Grund einen Schrank. «Wenn ich das Herbarium nicht mehr möchte, kann ich den Schrank wenigstens benutzen», sagte er.

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