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HERISAU: Vogelspinnen zum Anfassen

Diesen Sonntag bringt Giovanno Neigert seine Riesen-Vogelspinnen, Skorpione oder auch Gespensterheuschrecken nach Herisau. Mutige dürfen eine Vogelspinne auch halten.
Roger Fuchs
Giovanno Neigert Insektenfreak, mit eigener Wanderausstellung auf Tour (Bild: pd)

Giovanno Neigert Insektenfreak, mit eigener Wanderausstellung auf Tour (Bild: pd)

HERISAU. Alles begann, als Giovanno Neigert 13 Jahre alt war. Regelmässig durfte er zu Hause in der Nachbarschaft in einer Zoofachhandlung mithelfen. Dabei konnte er vieles über exotische Spinnen und Insekten lernen und hat sich dann auf den nächsten Geburtstag eine erste Vogelspinne gewünscht. Heute ist Neigert 33 Jahre alt und besitzt über 500 Tiere: Riesen-Vogelspinnen und weitere Spinnenarten, Käfer, Skorpione, Gottesanbeterinnen, Heuschrecken, Riesentausendfüssler und vieles mehr. All diese Tiere leben bei ihm zu Hause im deutschen Feuchtwangen in geschlossenen Terrarien dicht nebeneinander im Keller.

Vorurteile abbauen

Vor fünf Jahren hat sich Giovanno Neigert entschieden, in seinem Heimatdorf erstmals eine Ausstellung zu organisieren. Fortan wurde sein Hobby zum Beruf. Inzwischen war er auf Tournée durch ganz Deutschland und Österreich. Seit einigen Monaten ist er auch in der Schweiz unterwegs, und diesen Sonntag kommt er zum erstenmal nach Herisau. «Mit meiner mobilen Schau verfolge ich das Ziel, den Besucherinnen und Besuchern Grundkenntnisse über die Welt der Spinnen und Insekten zu vermitteln», sagt Neigert.

Gleichzeitig hofft der Insektenfreak, wie er sich selbst sieht, mit seiner Ausstellung den Menschen auch die Angst vor den haarigen Kreaturen zu nehmen. Dazu nehme er sich persönlich Zeit, Vorurteile abzubauen. Schritt für Schritt führe er die Menschen an die Spinnen heran. So gibt es erst nur eine Vogelspinnenhaut zum Anfassen, in einem zweiten Schritt kann eine kleine Vogelspinne beim Krabbeln beobachtet werden und erst dann schwenkt er zu den Riesen-Vogelspinnen, welche er über die Hände der Menschen spazieren lässt. «Keine Vogelspinne kann einen Menschen töten», kontert Giovanno Neigert eines der Vorurteile. Giftig seien sie aber alle. Doch beisst eine der Vogelspinnen zu, so sei die Symptomatik vergleichbar mit jener eines Wespen- oder Bienenstichs. Als kleiner Mutmacher: Über die Hände krabbeln lässt Giovanno Neigert nur seine drei, wie er sagt, handzahmen Grammostola-Vogelspinnen. «Die sind am wenigsten aggressiv.» Die Spannweite dieser Tiere beträgt rund zehn Zentimeter.

Spinnen mit eigenem Charakter

Wird Giovanno Neigert mit der Faszination für sein Hobby konfrontiert, so gerät er ins Schwärmen. Die Insekten seien die artenreichste Tierwelt, die es auf der Welt gebe. So viele Formen und Farben fänden sich sonst nirgends. Und um nochmals auf die Vogelspinnen zurückzukommen, so habe jede ihren ganz eigenen Charakter und ihr ganz eigenes Verhalten. Und die Spinnen sind uralt: Die ersten lebten schon vor 300 Millionen Jahren auf der Erde.

Die Ausstellung «Insectophobie» gastiert diesen Sonntag, 6. März, 10 bis 18 Uhr, im Alten Zeughaus in Herisau.

Bild: pd

Bild: pd

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