HERISAU: Spitalverbund im Auf und Ab

Ein Chefchirurg geht im Streit, ebenso ein CEO. Auf die geglückte Verselbständigung folgt eine Spesenaffäre. Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück.

Roman Hertler
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Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden schaffte es seit seiner Gründung immer wieder in die Schlagzeilen. (Bild: Benjamin Manser)

Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden schaffte es seit seiner Gründung immer wieder in die Schlagzeilen. (Bild: Benjamin Manser)

HERISAU. 2000 wurde der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden (SVAR) gegründet. Seither schaffte er es immer wieder in die Schlagzeilen. Zunächst sorgten Sparmassnahmen am Spital Heiden für rote Köpfe. Von Mobbing und unmenschlichen Kontrollmethoden war die Rede. In der Folge verliess der damalige Chefchirurg Heiden in Richtung Appenzell. Die Emotionen gingen hoch, irgendwann musste auch der als «eiserner Besen» verschriene SVAR-Direktor Fredy Furrer den Hut nehmen.

Auf eine etwas geruhsamere Konsolidierungsphase mit neuer Geschäftsleitung und eine geglückte Ausgliederung des Verbunds aus der kantonalen Verwaltung folgte der Entschädigungsskandal. Der neuinstallierte Verwaltungsrat hatte die Spesenregelungen gar grosszügig ausgelegt. Nach und nach traten die Verwaltungsräte – darunter alt Bundesrätin Ruth Metzler – von ihren Mandaten zurück. Die aktuelle finanzielle Schieflage des SVAR ist jedoch nicht Folge der Spesenaffäre, sondern strukturell bedingt.

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