Herisau
Spatenstich für Covai-Bauprojekt im Quartier Säge ist erfolgt – Datum der Fertigstellung der 55 Wohnungen ist bereits definiert

Die Bauarbeiten zur Realisierung der Wohnungsüberbauung beim ehemaligen «Bären» können endlich beginnen. Da die Baubewilligung erst kürzlich erteilt wurde, verzögerte sich der Start um ein Jahr. Am Freitag erfolgte der Spatenstich für die Wohneinheiten.

Eva Wenaweser
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Beim Spatenstich der Überbauung waren der Verwaltungsrat (im Bild), der Architekt und der Bauleiter vor Ort.

Beim Spatenstich der Überbauung waren der Verwaltungsrat (im Bild), der Architekt und der Bauleiter vor Ort.

Bild: Eva Wenaweser

Obwohl der Anfang etwas harzig war, kann es nun offiziell losgehen: Der Spatenstich für die «Bären»-Überbauung im Herisauer Säge-Quartier ist erfolgt. Die Tscharner Immobilien Herisau GmbH plant die Überbauung bereits seit 2019. Die Covai AG wird diese später mieten und den operativen Betrieb übernehmen. Geplant sind 55 Wohneinheiten – für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Der Baustart hat sich um ein Jahr verzögert, da die Baubewilligung auf sich warten liess.

Da diese laut René Raguth Tscharner, Verwaltungsratpräsident der Covai AG, nun da ist, folge als nächster Schritt nach dem Spatenstich der vollständige Abbruch des Gebäudes.

«Dann fangen wir mit dem Aushub an. Dafür sind wir aktuell dran, die Arbeiten zu vergeben.»

Diese seien noch nicht vergeben, da man auf die langersehnte Baubewilligung habe warten müssen. Ziel sei es, bis zum Herbst mit dem Hochbau beginnen zu können. «Das Datum der Fertigstellung ist bereits definiert, wir peilen den Herbst 2023 als Einzugstermin an.» Tscharner ist guter Dinge, dass dies ein realisierbares Datum sei.

Nach dem Spatenstich erfolgt zuerst der Abbruch des ganzen Gebäudes.

Nach dem Spatenstich erfolgt zuerst der Abbruch des ganzen Gebäudes.

Bild: Eva Wenaweser

Geplantes Restaurant soll auch als Mensa dienen

Das Projekt ist in der Region das erste seiner Art. Denn geplant ist nicht etwa eine gängige Wohnüberbauung. Vielmehr soll ein Wohn-, Lebens- und Arbeitsangebot für Menschen jeden Alters mit und ohne Unterstützungsbedarf entstehen. Dies sei dann auch eine Art Begegnungsort für Menschen in allen möglichen Lebenssituationen, sagte Tscharner. So sollen Menschen mit einer körperlichen, psychischen oder kognitiven Beeinträchtigung genauso dort leben wie Menschen ohne eine solche.

In den oberen Vollgeschossen sowie dem dritten Obergeschoss beider Bauten sollen Ein-, Zweieinhalb- und Dreizimmerwohnungen entstehen. Die grösseren Wohnungen sollen die Möglichkeit bieten, dass etwa auch Familien mit einem Kind mit Unterstützungsbedarf in der neuen Überbauung Platz finden. Dort, wo jetzt das ehemalige Restaurant Bären war, ist im Erdgeschoss wieder ein Restaurant geplant. Dieses soll auch als Mensa für die Bewohnerinnen und Bewohner dienen und ihnen die Möglichkeit geben, sich dort täglich mit warmen Mahlzeiten zu verpflegen.

Die Überbauung soll ein Begegnungsort für Menschen in allen möglichen Lebenssituationen werden.

Die Überbauung soll ein Begegnungsort für Menschen in allen möglichen Lebenssituationen werden.

Bild: Eva Wenaweser