HERISAU: Schule packt Umsetzung der Visionen an

An einer kürzlich abgehaltenen Zukunftswerkstatt haben 70 Schulkinder, Eltern und Lehrpersonen Dutzende von Ideen gesammelt und diskutiert. Nun werden erste Prioritäten gesetzt.

Drucken
Teilen
Aus den Ideen wurden Umsetzungsvorschläge, die nun genauer geprüft werden. (Bild: PD)

Aus den Ideen wurden Umsetzungsvorschläge, die nun genauer geprüft werden. (Bild: PD)

Die Schulleitung und das Vorbereitungsteam haben die Zukunftswerkstatt von Anfang November ausgewertet und erste Umsetzungsschritte eingeleitet. So soll das Thema «Unterrichtsstruktur, Schulstruktur und Organisation» von einer Arbeitsgruppe vertieft werden. Dies geht aus einer Medienmitteilung hervor.Gewünscht worden war unter anderem, altersdurchmischte Lerngruppen einzuführen, mehr Wahlmöglichkeiten zu bieten und das Oberstufenschulmodell «Neigung» mit seinen Lernlandschaften und individuellen Lernformen teilweise auch in der Primarschule anzuwenden.

Ideen mit Eltern und Gewerbe konkretisieren

Daneben hat auch das Thema «Lernorte» viele Bewertungspunkte erhalten. Hier ist das Ziel, die bestehenden Angebote wie den Forscherwagen, Unterricht in der Natur oder andere ausserschulische Lernorte breiter in den Schulhäusern zu verankern. Beim Themenblock «Schule und Gesellschaft» hatten die Teilnehmenden der Zukunftswerkstatt vorgeschlagen, Praxistage beim Gewerbe einzuführen oder die Realität zum Beispiel mit einer Bäckergruppe, einem Schulradio und einem Handwerkerteam im Schulhaus nachzuempfinden. Diesen Bereich soll eine Arbeitsgruppe mit Beteiligung von Gewerbevertretern und Eltern konkretisieren. Auch beim Thema «Hausaufgaben» sollen mithilfe der bestehenden Elternforen Verbesserungen erreicht werden.

Die Bedeutung von Sonderanlässen wurde an der Zukunftswerkstatt ebenfalls betont, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Aus finanziellen Gründen steht die Einführung eines flächendeckenden Skilagers nicht im Vordergrund. Eher in Frage kämen ein Sommerlager oder einzelne Ski- und Sporttage, die in einigen Schuleinheiten auch schon durchgeführt werden. Bezüglich «Weiterbildung und Coaching» der Lehrpersonen würde die Schule Herisau schon viele Angebote bieten.

Schliesslich wurden auch zum Thema «Pausenplatzgestaltung» Ideen geäussert. Hier läuft der Prozess gemäss Mitteilung bereits: in einigen Schuleinheiten wurden mit den Kindern zusammen Verbesserungen projektiert und umgesetzt, zudem plant das Hochbauamt nach und nach mehrere Schulspielplätze aufzuwerten. Die detaillierte Auswertung des Anlasses wird in den nächsten Wochen an die Teilnehmenden der Zukunftswerkstatt geschickt. Wer diese ebenfalls erhalten möchte oder am Mitwirken im weiteren Prozess interessiert ist, kann sich unter schulverwaltung@herisau.ar.ch melden. (gk)