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HERISAU: Pavillonbau hat begonnen

Nach intensiver Planung und einiger Verzögerung ist auf dem Ebnet gestern der Baustart für den neuen Mehrzweckraum erfolgt. Damit wird ein jahrelanges Bedürfnis der Sportvereine erfüllt.
Alessia Pagani
Während die Arbeiten für den neuen Mehrzweckpavillon begonnen haben, geht auf dem Sportplatz der normale Betrieb weiter. (Bild: PAG)

Während die Arbeiten für den neuen Mehrzweckpavillon begonnen haben, geht auf dem Sportplatz der normale Betrieb weiter. (Bild: PAG)

HERISAU. Was lange währt, wird endlich gut. Das zumindest könnte auf den geplanten Sportpavillon in Herisau zutreffen. Gestern – und damit mehrere Monate nach dem geplanten Baustart – sind Bagger und Bauarbeiter auf dem Ebnet aufgefahren. Die Fertigstellung des Mehrzweckpavillons soll bis Ende Jahr erfolgen. Bevor in die Höhe gebaut wird, werden dieser Tage die Ver- und Entsorgungsleitungen erstellt. Im kommenden Frühling sollen die Umgebungsarbeiten vonstatten gehen, wie Herisaus Gemeindebaumeister Christof Simmler sagt. «Auf die neue Saison hin soll alles betriebsbereit sein.» Der Mehrzweckraum wird allen Sportvereinen zur Verfügung stehen – für Sitzungen, Schulungen, Kurse oder als Festwirtschaft für Veranstaltungen auf dem Ebnet. In Erwägung gezogen wird zudem eine Vermietung an auswärtige Gruppen. Der Betrieb wird dem Sportzentrum unterstehen, die Benutzung wird über ein Online-Reservierungssystem geregelt. Ein Benutzerreglement wird ebenso erstellt wie ein Unterhaltsplan. Für den Gebäudeunterhalt ist das Ressort Hochbau/Ortsplanung zuständig.

Gemäss Franz Rechsteiner, Vorstand der IG Sport Region, war ein solcher Mehrzweckraum schon lange ein Wunsch der Sportvereine. «Die Möglichkeit zu einer Benutzung während einer Veranstaltung ist ein grosses Bedürfnis», so Rechsteiner. «Herisau wird nach jahrelangem Warten nun endlich auf einen solchen Mehrzweckraum zurückgreifen können. Ein sinnvoller Bau bringt einen weiteren Mehrwert für das <Sportdorf> Herisau».

Noch im Dezember hatte der Zeitplan eine Fertigstellung im Herbst dieses Jahres vorgesehen, der Spatenstich war in den Frühlingsmonaten vorgesehen. Rechsteiner spricht rückblickend von einem ehrgeizigen Ziel der Gemeinde. Wie Gemeinderat Max Eugster sagt, hätten Diskussionen im Einwohnerrat verschiedene Anregungen hervorgebracht, welche abgeklärt und geprüft werden mussten. Zudem mussten noch Abklärungen getroffen werden bezüglich Ver- beziehungsweise Entsorgung des Pavillons mit dem Ziel, die Kosten tief zu halten. «Die Ausführungsplanung, das Baubewilligungsverfahren sowie die Vorbereitung eines Totalunternehmer-Vertrages haben etwas mehr Zeit in Anspruch genommen als erwartet.» Dies habe gemäss Eugster den Vorteil gehabt, dass die Sport- und Freizeitanlage Ebnet während der «Schönwettermonate» uneingeschränkt zur Verfügung gestanden habe. Zudem konnte der Jahrmarkt ohne Einschränkungen am gewohnten Ort durchgeführt werden.

«Ein vernünftiger Kompromiss»

Die Initiative für den Mehrzweckpavillon kommt von der IG Sport Region Herisau. Diese meldete bereits 2008 das Bedürfnis nach einem Sportpavillon an. Gegen den geplanten Einbau eines verglasten Mehrzweckraums in die bestehende Tribüne mit Kosten von 240 000 Franken erwuchs 2012 allerdings Opposition seitens der Sportvereine. Genauso wurde 2013 ein freistehendes Pavillon-Projekt mit Gesamtkosten von 440 000 Franken wieder verworfen. Nach weiteren Bedürfnisabklärungen bei den Sportvereinen legte der Gemeinderat vergangenes Jahr das abgespeckte Projekt vor. «Die IG Sport und die Gemeinde waren jederzeit in regem Kontakt», so Rechsteiner. Zumal es galt, die Kosten zu reduzieren wie auch Wünsche anzupassen. «Entstanden ist ein vernünftiger Kompromiss, auf den sich alle freuen.» Die Kosten des jetzigen Projekts betragen 390 000 Franken. Auf die Gemeinde fallen 220 000 Franken, die restlichen 170 000 Franken werden durch Sportvereine, Institutionen und den Kanton finanziert. Letzterer hat einen Beitrag von rund 80 000 Franken gesprochen, unter der Bedingung, dass der Pavillon prioritär und kostenlos für J+S-Veranstaltungen zur Verfügung steht. Für wiederkehrende Kosten für den Betrieb und den laufenden Unterhalt kommt die Gemeindekasse auf.

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