HERISAU: Ölfund und guter Rechnungsabschluss

Die Rechnung der katholischen Kirchgemeinde schliesst mit einem Plus. Für eine Überraschung sorgten Sondierbohrungen des Kantons beim geplanten Bahnhofskreisel.

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Die Kirchgemeindeversammlung der Pfarrei Peter + Paul vom vergangenen Mittwoch konnte einen guten Rechnungsabschluss 2017 zur Kenntnis nehmen. Neben einem Ertragsüberschuss von rund 15000 Franken konnten 197000 Franken in Kirche- und Pfarreiheimfond eingelegt werden. Für das Jahr 2018 wird mit einem Aufwandüberschuss von 5000 Franken gerechnet.

In der Geschäftsprüfungskommission wurde Margrit Klauser nach vier Jahren im Amt durch Judith Blaser, ehemaliges Kirchenverwaltungsratsmitglied und Kassierin ersetzt.

Präsident Walter Bach erinnerte in seiner Einleitung an das vergangene Jubiläumsjahr 2017, wo die Pfarrei vier Jubiläen feiern konnte. Über das ganze Jahr verteilt, fanden Anlässe, Vorträge, Festgottesdienste und Feste statt. Bach betonte, dass er stolz sei, einer Pfarrei anzugehören, welche ihr Motto « lebendig beweglich und weltoffen» mit viel Engagement, Zusammenhalt und Mitarbeit lebe. Alle Gruppen, Vereine und viele mehr waren dabei, um diese vielen Anlässe zu organisieren und mitzugestalten.

Im Seelsorgeteam hatte Norbert Hochreutener Ende August 2017 seinen verdienten Ruhestand antreten dürfen. Als Seelsorger im psychiatrischen Zentrum Herisau, aber auch in der Pfarrei hat er in verschiedenen Funktionen über zwanzig Jahre gewirkt und nachhaltige Spuren hinterlassen. Er wird für Gottesdienste weiterhin mit einem zirka 10-Prozent-Pensum zur Verfügung stehen.

Als Nachfolgerin im psychiatrischen Zentrum wurde Annette Winter gewählt, welche dieses Pensum von 50 Prozent im Seelsorgeteam entsprechend reduziert hat. Leider besteht zurzeit im Religionsunterricht ein Mangel an Katechetinnen und Katecheten.

Längst vergessener Ölunfall

Der Kirchenverwaltungsrat hat sich auch intensiv mit dem Kreiselprojekt des Kantons beim Bahnhof befassen müssen. Ab der Kirchenliegenschaft muss für dieses Projekt ein grosser Teil des Bodens auf der Nordseite der Kirche abgetreten werden. Anlässlich der Sondierbohrungen des Kantons auf der Kirchenparzelle ist man bei einer Bohrung auf Öl gestossen. Das war für alle Beteiligten eine grosse Überraschung. Niemand hatte gewusst, dass vor zirka fünfzig Jahren aus einem erdverlegten Öltank rund 7000 Liter Heizöl ausgelaufen sind. Das Amt für Umweltschutz verlangt nun eine Untersuchung, bei welcher das Ausmass dieses Ölfundes in etwa neun Meter Tiefe festzustellen ist. Im Verlaufe dieses Jahres werden weitere Sondierungen in diesem Umfeld gemacht. In einem Bericht soll das Ausmass festgehalten werden.

Ein Nachbar bei der kath. Kirche in Waldstatt hat ein Gesuch um Bodenkauf gestellt. Es wurde informiert, dass der Kirchenverwaltungsrat grundsätzlich auf das Gesuch eintreten wird. Falls es zu einem Verkauf kommen soll, wird dies an der nächsten Kirchgemeindeversammlung im 2019 als Geschäft traktandiert werden.

Im Anschluss an die von rund siebzig Personen besuchte Kirchgemeindeversammlung wurde ein kleiner Imbiss serviert, und die Anwesenden unterhielten sich in der Runde. (pd)