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HERISAU: Obstmarkt wird fast autofrei

Der Obstmarkt ist das Dauerthema in der Herisauer Dorfpolitik. Jetzt scheint endlich eine Übergangslösung gefunden. Der Platz wird verkehrsfrei. Aber: Für den Regierungsrat bleiben fünf Parkplätze bestehen.
Patrik Kobler
Bald darf nur noch der Regierungsrat auf dem Obstmarkt parkieren. (Bild: Montage: sso)

Bald darf nur noch der Regierungsrat auf dem Obstmarkt parkieren. (Bild: Montage: sso)

HERISAU. Seit Jahren wird über die Platzgestaltung des Obstmarktes diskutiert. Unlängst präsentierte etwa die Stiftung Dorfbild eine Studie samt spektakulärer Visualisierung. Allerdings würde der vorgeschlagene Ballon eher auf den Spelterini-Platz in St. Gallen passen, gilt doch Namensgeber Eduard Spelterini als Pionier der Ballonfahrt.

Biergarten-Idee wird geprüft

Ob und wie der Platz in Zukunft gestaltet werden soll, bleibt weiterhin offen. Gemeindepräsident Renzo Andreani ist aber optimistisch, noch in seiner Amtszeit eine Lösung präsentieren zu können. Freilich will man bis dahin nicht tatenlos bleiben. Mit Beginn der Sommerferien wird der Obstmarkt verkehrsfrei und der Platz der Bevölkerung als Begegnungszone zur Verfügung stehen. Ob auch ein Biergarten oder Café für die Sommermonate eingerichtet wird, soll in den kommenden Wochen geklärt werden. Fest steht: Das Fahr- und Parkverbot wird auch in den Wintermonaten gelten. Wer sich nicht daran hält, muss mit einer saftigen Busse rechnen. Andreani dazu: «Wir haben tüchtige Mitarbeiter.»

Staatskarossen für Regierung

Während für die Allgemeinheit also schon bald ein Fahr- und Parkverbot für den Obstmarkt gelten wird, erhalten die Regierungsräte eine Sonderbewilligung. Für sie werden vor der Treppe zum Regierungsgebäude fünf Parkplätze reserviert. Die Massnahme wird mit der hohen zeitlichen Belastung der Regierungsräte begründet. Man will ihnen daher den Fussmarsch zur Gutenberg-Tiefgarage ersparen. Die Lösung, mit einem Lift vom Regierungsgebäude direkt in die Garage hinunterfahren zu können, hat sich als zu teuer erwiesen. Als Kompromiss gibt es deshalb die fünf Parkplätze vor dem Regierungsgebäude.

Weil man allerdings das Erscheinungsbild des Obstmarkts verbessern und bei den ästhetischen Ansprüchen keine Abstriche machen will, wird der Kanton fünf Staatslimousinen anschaffen. Zurzeit fahren die Regierungsräte ihre Privatautos. Von einem einheitlichen Erscheinungsbild kann daher keine Rede sein. Die Staatskarossen sollen dem Auto-Tutti-Frutti ein Ende bereiten und dazu beitragen, dass es vor dem Regierungsgebäude nicht aussieht wie vor einer profanen Beiz. Die Anschaffungskosten betragen 500 000 Franken.

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