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HERISAU: Müllwirrwarr am Bahnhof Herisau

Immer wieder lassen Passanten am Bahnhof ihren Müll liegen. Das verärgert andere. Die Besitzverhältnisse erschweren die Lösung des Problems.

Ein Leserreporter schickte der Redaktion ein Foto, das rumliegenden Müll am Bahnhof Herisau zeigt. Der Leserreporter versuchte herauszufinden, wer zuständig für die Aufräumarbeiten ist. «Die Polizei verwies mich an die Gemeinde, die Gemeinde leitete mich weiter an die Südostbahn, und diese sagte wiederum, dass die Post zuständig sei», berichtet der Leserreporter.

Die Südostbahn (SOB) bestätigt dies. Die Rampe, bei welcher der Abfall lag, liege im Zuständigkeitsbereich der Post. Um die Reinigung des Bahnhofareals kümmert sich hingegen die Südostbahn. Die Parkplatzreinigung liegt in der Hand der Gemeinde.

Veränderte Ess- und Trinkgewohnheiten, insbesondere was Fast Food betrifft, würden zu grösseren Verschmutzungen der Bahnhöfe führen, so Ursel Kälin, Medienverantwortliche der SOB. Durch die erhöhte Mobilität seien zudem die strikten Essenszeiten verloren gegangen. Dies führe zu grösserer Abfallproduktion und somit zu Litteringproblemen an Bahnhöfen. «In ländlichen Gegenden herrschen vergleichsweise aber beinahe paradiesische Zustände», sagt Kälin. Zur Bekämpfung der Müllprobleme an Bahnhöfen testet die SOB nun eine App. Damit sollen gröbere Verschmutzungen und Beschädigungen direkt gemeldet werden können. In einer ersten Phase steht die Applikation nur dem Personal zur Verfügung. Man wolle keine Juxmeldungen und keine totale Kontrolle. Auch anderweitig geht die SOB gegen Müllprobleme vor. Kürzlich wurden Mülleimer aufgestellt, mit unterschiedlichen Behältern, so dass der Müll direkt getrennt werden kann. «Wenn jeder seinen Abfall in diese Kübel wirft, funktioniert es. Sobald viel Abfall am Boden liegt, vermehrt er sich wie von Geisterhand», so Kälin. Ein Ärgernis seien Zigarettenstummel. Thomas Schmid, Leiter des Werkhofs Herisau, sagt: «Die Leute gehen im Sommer raus, treffen sich, trinken ein Dosengetränk und lassen ihren Abfall leider oft unweit von Abfalleimern liegen.» Bedenklicher als sonst sei es aber aufgrund seiner Erfahrungen momentan nicht. (ele)

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