HERISAU: Mobile Sirenen im Test

Die stationären und mobilen Sirenen funktionieren. Dies zeigte sich während des gestrigen Sirenentests. Für diesen rückte die Feuerwehr mit zwei Fahrzeugen aus.

Arcangelo Balsamo
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Johann Gwerder (links) und Ralf Schmidhauser montieren die Sirene nach der Übung wieder vom Fahrzeug ab. (Bild: Arcangelo Balsamo)

Johann Gwerder (links) und Ralf Schmidhauser montieren die Sirene nach der Übung wieder vom Fahrzeug ab. (Bild: Arcangelo Balsamo)

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appenzellerzeitung.ch

Um kurz vor 14 Uhr steigen Johann Gwerder, Gerätewart der Feuerwehr Herisau, und Ralf Schmidhauser, Leutnant der Ausserrhoder Zivilschutz-Kompanie I, aus dem Fahrzeug vor dem Feuerwehrdepot. Sie haben soeben ihre Übungstour im Rahmen des Sirenentests beendet. Auf der Runde wurde eine mobile Anlage getestet.

Da im Ernstfall nicht das gesamte Gemeindegebiet von Herisau durch die stationären Sirenen abgedeckt wird, muss ein Teil der Bevölkerung via Fahrzeug gewarnt werden. Ausserdem sei die Übung vor allem dafür da, dass die Einsatzkräfte bei einem allfälligen Notfall die Strecke mindestens einmal abgefahren seien, sagt Gwerder während der Tour. Gleichzeitig sind zwei weitere Einsatzkräfte auf einer anderen Runde unterwegs.

Landkarte mit allerlei Informationen

Schmiedhauser, der erstmalig auf der Tour ist, erhält während der Fahrt von Gwerder Anweisungen, wo er durchzufahren hat. Navigiert wird nach alter Schule mit einer Landkarte. Ausser dem Navigieren übernimmt Gwerder auch das Ein- und Ausschalten der Sirene. In welchen Abschnitten der Strecke diese eingeschaltet sein muss, ist ebenfalls auf der Karte eingetragen. Auch wie schnell man in den einzelnen Bereichen fahren muss, ist auf Letzterer abzulesen. Damit die Tour in einer halben Stunde abgeschlossen werden kann, können sie diese Vorgaben jedoch nicht immer einhalten. «In manchen Bereichen ist die Geschwindigkeit auf 10 bis 15 Stundenkilometer limitiert», sagt der Gerätewart, der bereits zum 13. Mal für den Sirenentest im Einsatz ist.

Während der Tour ist das Fahrzeug in Funkkontakt mit Feuerwehrleuten und Zivilschützern, die sich in der Nähe der stationären Sirenen befinden. Um 13.50 Uhr vermeldet der erste Posten, dass er in seinem Bereich die Warnsignale gehört hat. In den folgenden Minuten trudeln bei Gwerder die Anrufe von den weiteren Posten ein. «Alles ist reibungslos über die Bühne ­gegangen», stellt er beim Aussteigen fest. Gemeinsam mit Schmidhauser montiert er die ­Sirene vom Fahrzeug ab. Der Vorgang benötigt nur wenige Handgriffe. Danach begibt sich Gwerder ins Feuerwehrdepot, wo er mit dem Protokoll beginnt. In diesem trägt er ein, dass beide Touren abgefahren wurden und es auch bei den stationären Sirenen keine Probleme gab.

Nicht nur in Herisau wurden gestern die mobilen Anlagen getestet. Auch in Teufen war ein Fahrzeug unterwegs. Dort verlief ebenfalls alles reibungslos, wie Detlev Eberhard, Leiter Koordinationsstelle für den Bevölkerungsschutz, bestätigt.