HERISAU: Lachen ist Trumpf

Zum achten Mal ging am Donnerstag der Schnitzelbankabend über die Bühne. Eine Formation der ersten Stunde gab ihren Abschied. Eine andere hat einen neuen Namen.

Patrik Kobler
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«Trompf Buur»: Roman Wäspi sowie Curdin und Roman Thür. (Bild: PK)

«Trompf Buur»: Roman Wäspi sowie Curdin und Roman Thür. (Bild: PK)

Auf ihrer Abschiedstour wollten die Flosschaote aus Romanshorn unbedingt noch einmal am Schnitzelbankabend in Herisau auftreten. Seit der Schnitzelbankabend vor neun Jahren von der Guggemusik Izi bizi tini wini ins Leben gerufen wurde, waren die Thurgauer stets mit dabei. Am Donnerstag führten sie ihre besten Nummern aus den vergangenen Jahren auf. Es war ein Rückblick auf Themen, die einst die Gemüter erhitzten, wie beispielsweise das Rauchverbot in Restaurants. Curdin Thür vom Organisationskomitee dankte den Flosschaoten: «Als wir begonnen haben, war es schwierig, genügend Gruppen für den Abend zu finden. Sie haben sich sofort bereiterklärt, in Herisau aufzutreten», sagte er in der «Zarafa Bar» im Anschluss an seinen Auftritt mit Trompf Buur. Erstmals traten die Izi-bizi-Schnitzelbänkler unter diesem Namen auf. Sie legten einen überzeugenden Auftritt hin und wussten nicht zuletzt mit ihren gesanglichen Qualitäten zu beeindrucken. Insgesamt traten acht Gruppen auf, wobei sich der Südappenzeller, alias Marco Sessa, alleine auf die Bühne traute. Er war es auch, der sich am meisten mit lokalen Themen auseinandersetzte, etwa mit dem Gemeindepräsidentenlohn, dem Sportzentrumchef oder dem schiefen Kandelaber in Waldstatt. Eine Premiere war die Teilnahme der Passwitt-Tröller aus dem Toggenburg. Die Frauenformation hatte mit ihren Darbietungen über Begebenheiten in der Region Mosnang allerdings eher einen schweren Stand. Umso begeisterter wurden vom Publikum die Gäste aus dem Bündnerland willkommen geheissen. Nicht zum ersten Mal gehörten die Auftritte der Pizokel-Kligga und der Wasserratta zu den Höhepunkten des Abends – jedenfalls für Liebhaber des nicht allzu filigranen Humors. Letztere waren in diesem Jahr ohne den legendären Musiker Rudi «Asawei» am Start. Weiter mit von der Partie am Schnitzelbankabend waren die «Thurgeier» aus Bischofszell und D’Alliglatthore aus Flawil.

Zwischen den Auftritten der einzelnen Formationen gab es nur kurze Pausen. Fast vier Stunden lang reihte sich Auftritt an Auftritt. Die Zuschauer in den insgesamt sechs Lokalen bekamen am Schnitzelbankabend einiges geboten.

Patrik Kobler

patrik.kobler

@appenzellerzeitung.ch