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HERISAU: Künstler proben den Weltuntergang

Die St. Galler Kompanie Rotes Velo kommt mit ihrer neuen Produktion in den Tanzraum. Spartenübergreifend erkunden sie, was das Ende der Welt mit uns macht.
Simon Roth
Rotes Velo hat sich von einer reinen Tanzkompanie zur Performance-Truppe entwickelt. (Bild: Urs Bucher)

Rotes Velo hat sich von einer reinen Tanzkompanie zur Performance-Truppe entwickelt. (Bild: Urs Bucher)

Innert einer Stunde das Ende der Welt erkunden – nichts Geringeres hat sich die Kompanie Rotes Velo in ihrer neuen Produktion vorgenommen. «Eine Stunde auf Erden» ist ein dokumentarisches Theaterstück über etwas, das es noch nie gab. «Wir haben uns die Aufgabe gestellt, vom Ende der Menschheit zu lernen. Das ist absolut absurd», sagt Hella Immler. Sie spielt, tanzt, performt mit fünf weiteren Künstlern auf der Bühne. Nach der Premiere im Dezember und Vorstellungen an verschiedenen Orten kommt die Kompanie diesen Sonntag in den Tanzraum nach Herisau.

Mit dem aktuellen Projekt eröffnen die Performer ein weiteres Kapitel im grossen Performance-projekt «Ich bin ... Punk?». Darin befassen sie sich mit dem Thema Identität. «Zunächst ging es uns um die Frage ‹Wer bin ich?›. Jetzt widmen wir uns der Gemeinschaft», sagt Immler. Also: Wer sind wir? Was passiert mit uns, wenn wir nur noch eine Stunde zu leben haben? Spannende Fragen, die mit verschiedenen Ausdrucksformen ergründet werden: Tanz, Bewegung, Sprache, Musik.

Die Sparten fliessen ineinander. Es ist nicht erkennbar, wer Schauspieler und wer Tänzer ist. Gerade das mache die Produktion interessant für ein breites Publikum, sagt Hella Immler. «Wir sprechen die Zuschauer auf verschiedene Arten auf unterschiedlichen Ebenen an.»

Auf ihrer Tournee bespielt die Kompanie sieben Schweizer Bühnen. Von der grossen Halle des Neubads Luzern bis zum kleinen Theater des Tanzraums Herisau. «Das Bühnenbild passt sich dem Raum an», sagt Immler. «Uns ist es wichtig, dass Raum und Atmosphäre harmonieren.»

Simon Roth

simon.roth@appenzellerzeitung.ch

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