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HERISAU: Kleine Hilfe für das Gemüt

Roger Keller, Betreiber eines Spielzeuggeschäftes, hat ein Therapie-Hilfsmittel entwickelt. Auf spielerische Weise soll dieses dabei helfen, das Wohlbefinden zu steigern.
Astrid Zysset
Roger Keller präsentiert seine Erfindung: ein Therapie-Hilfsmittel in Form eines Kreisels. (Bild: Astrid Zysset)

Roger Keller präsentiert seine Erfindung: ein Therapie-Hilfsmittel in Form eines Kreisels. (Bild: Astrid Zysset)

In einer kleinen Schachtel liegen sie: Kreisel in allen möglichen Farben. Es ist sicher nicht ungewöhnlich, solche in einem Spielzeugfachgeschäft aufzufinden. Aber zum Spielen sind sie eigentlich nicht gedacht. «Die Menschen nehmen sich für die unterschiedlichsten Dinge Zeit. Warum nicht vermehrt auch für die eigene Gesundheit?», fragt Roger Keller, Betreiber des Spielzeugfachgeschäftes. Er nimmt einen der Kreisel aus dem Säckchen und fängt an, damit seine Finger zu massieren. «Sehen Sie, schon fühle ich mich besser. Die Durchblutung wird angeregt und ich spüre, dass ich mehr Energie habe.»

Vor neun Monaten fing Keller an, zu tüfteln. «Mein Finger tat plötzlich weh. Ich konnte meinen Ehering nicht mehr anziehen», erinnert sich der Herisauer. Und auch an die Worte seiner Frau mag er sich entsinnen. Diese meinte, dass ihm schon etwas in den Sinn käme, wie er die Schmerzen wieder los werde. Gesagt, getan. Keller zog sich in sein «Reich» respektive seine heimische Werkstatt zurück. In dieser entstehen normalerweise neue Spielideen. Doch damals war es auch der Anfang vom Ende der Beschwerden im Finger. Der kleine Holzkreisel, der in mühevoller Handarbeit entstanden ist, ist gerade mal wenige Zentimeter gross – und spitz. «Ich lege aber jedem Verkauf ein Schleifpapier bei, sodass der Kreisel auch etwas stumpfer gemacht werden kann», so Keller.

Positives Echo von Ärzten

30 Sekunden drückt er das Holzutensil mit kreisenden Bewegungen auf die schmerzende Stelle. Drei Mal täglich. Keller ist überzeugt von seiner Erfindung, liess sie im vergangenen Sommer gar patentieren. Seitdem ist sie sein ständiger Begleiter. «Ich verwende den Kreisel gegen Verspannungen im Nacken, gegen mein schmerzendes Knie oder auch meine Schreibblockade, die ich einst hatte.» Er habe gar Nebenwirkungen einer Gürtelrose, die schon Jahre zurückliegt, mit den kreisenden Bewegungen weg bekommen. «Spielerisch ist die Erfindung entstanden, spielerisch wird sie eingesetzt. Da der Kreisel so handlich ist, kann auf leichte Weise erfühlt werden, was einem gut tut.» Man könne nichts falsch machen. Und das sei das grosse Plus des Kreisels. Keller habe seine Erfindung Ärzten und Therapeuten gezeigt.

Das Echo sei durchwegs positiv gewesen. Seit ein paar Tagen ist der Kreisel respektive das Therapie-Hilfsmittel «Easy Push», wie es genannt wird, in Kellers Spielzeugfachgeschäft an der Oberdorfstrasse erhältlich. Jenes führt das Ehepaar Keller seit 19 Jahren. Dass er auch einmal medizinische Geräte entwickeln würde, damit hat er nicht gerechnet. «Es wird auch eine einmalige Sache bleiben», winkt er lachend ab. Das grosse Geschäft wolle er damit ohnehin nicht machen. «Ich möchte einfach, dass die Leute sagen können, der Kreisel hat mir gut getan. Das ist alles.» Es ist Keller ein Anliegen, dass sich die Menschen wieder vermehrt darauf besinnen, auf die körpereigenen Regenerationskräfte zu vertrauen. Er selbst habe sich schon immer für die Energieflüsse im Körper interessiert. Darum sei es für ihn nun auch nicht erstaunlich, dass diese positiv durch den Kreisel beeinflusst werden. Er sagt und lächelt: «Mein Wohlbefinden hat sich, seitdem ich den Kreisel anwende, verbessert.»

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